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Ehemalige Außenministerin Österreichs arbeitet für russisches Staatsmedium

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Von: Astrid Theil

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Der Hochzeitstanz, der international für Aufsehen sorgte: Karin Kneissl und Wladimir Putin im August 2018.
Der Hochzeitstanz, der international für Aufsehen sorgte: Karin Kneissl und Wladimir Putin im August 2018. © Roland Schlager/dpa

Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl, die international vor allem dadurch bekannt wurde, dass sie Wladimir Putin im August 2018 zu ihrer Hochzeit in der Steiermark einlud, schreibt nun für den russischen staatlichen Medienkonzern „Russia Today“.

Moskau - Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl, die international vor allem dadurch bekannt wurde, dass sie Wladimir Putin im August 2018 zu ihrer Hochzeit in der Steiermark einlud, schreibt nun für den russischen staatlichen Medienkonzern „Russia Today“. Dies teilte die Chefredakteurin von „Russia Today“, Margarita Simonjan, am Freitagnachmittag (08.05.2020) über Twitter mit. In ihrem Tweet heißt es, dass „die gleiche ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneisl, mit der Putin bei ihrer Hochzeit getanzt hat, nun Autorenkolumnen“ für „Russia Today“ schreiben wird.

Gleich darauf teilte sie die erste Kolumne der österreichischen Ex-Außenministerin mit den Worten: „Hier ist die erste - darüber, welche Länder nach dem Coronavirus besser leben werden als zuvor. Und welche Autos nach der Pandemie fahren werden.“ Die ehemals von der FPÖ zur Außenministerin Österreichs nominierte, parteilose Politikerin schreibt in ihrer ersten Kolumne mit dem Titel „Die Maschine als Symbol“ über die  Entwicklung und Zukunft der Autoindustrie in Zeiten der Corona-Pandemie und verweist dabei auf ihr vergangene Woche in Österreich veröffentlichtes Sachbuch „Die Mobilitätswende“. 

Ex-Außenministerin Österreichs schreibt für „Russia Today“: Harsche Kritik von vielen Seiten

Dass die ehemalige Außenministerin Österreichs, die am 3. Juni 2019 aus der Bundesregierung ausschied, nun für das umstrittene russische Staatsmedium schreibt, sorgt nicht nur in der EU für Irritation. Unter dem Tweet der Chefredakteurin Simonjan wird auch von russischen Nutzern hauptsächlich Kritik geübt. Eine Vielzahl an Nutzern kritisiert, dass nun noch eine westliche Politikerin auf Kosten des russischen Steuerzahlers Geld verdiene. Laut der österreichischen Zeitung „Der Standard“ habe Kneissl gesagt, dass sie nicht regelmäßig für „Russia Today“ schreiben, sondern nur zu bestimmten Themen Artikel verfassen wolle. Zum internationalen Ruf von „Russia Today“, demzufolge es sich bei dem Konzern um ein Propagandamedium des Kreml handelt, äußerte sich die Kneissl nicht. 

„Russia Today“ scheint schon seit längerer Zeit der österreichischen Politikerin positiv zugeneigt zu sein. Im August 2018 veröffentlichte der russische Medienkonzern exklusiv ein Video von der Hochzeit Kneissls. Das Video zeigte die damals amtierende österreichische Außenministerin bei einem gemeinsamen Tanz mit  Wladimir Putin. Auch der Knicks, den sie anschließend vor dem russischen Präsidenten machte, war zu sehen.

Die Einladung Wladimir Putins zu der Hochzeit der damals amtierenden österreichischen Außenministerin Karin Kneissl in der Südsteiermark sorgte im Sommer 2018 international für Aufsehen. Putin erschien als von der FPÖ hofierter Ehrengast auf der Hochzeit. Nach einem gemeinsamen Tanz sorgte vor allem der Knicks, den Kneissl vor Putin machte, für harsche Kritik

von Astrid Theil

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