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Alexej Nawalny, russischer Oppositionsführer, steht während seiner Verhandlung hinter einer Glasscheibe im Babuskinsky Bezirksgericht.
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Alexej Nawalny, russischer Oppositionsführer, steht während seiner Verhandlung hinter einer Glasscheibe im Babuskinsky Bezirksgericht.

Gerichtsurteil

Alexej Nawalny: Kreml verbietet seinen Organisationen die Arbeit

Russisches Gericht ordnet Tätigkeitssperre für die Organisationen des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny an. Staatsanwalschaft will Verbot der „Korruptions-Stiftung“ prüfen.

Moskau - Die Organisationen des im Straflager inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny dürfen nach Angaben seines Teams nicht mehr arbeiten. Ein russisches Gericht in Moskau hat demnach eine Tätigkeitssperre für die Organisationen Kreml-Kritikers angeordnet. Das teilte Iwan Schdanow, der Direktor von Nawalnys Anti-Korruptions-Stiftung FBK am Montag mit.

„Die Aktivitäten des Nawalny-Büros und der Anti-Korruptionsstiftung FBK wurden mit sofortiger Wirkung ausgesetzt“, schrieb der FBK-Direktor bei Onlinedienst Twitter. Das Verbot gelte ab sofort - bis über einen Antrag der Moskauer Staatsanwaltschaft entschieden werde. In dieser weiteren Entscheidung soll geprüft werden, ob die Nawalny-Organisationen als „extremistisch“ eingestuft und damit komplett verboten werden kann.

Nawalny gilt als prominentester Oppositionsführer in Russland - Putin als sein Erzfeind im Kreml

Nawalny ist einer der prominentesten russischen Oppositionspolitiker, der mit seiner Stiftung in den vergangenen Jahren mehrere Fälle von Korruption aufgedeckt hat. Deshalb gilt er als erbitterter Widersacher von Präsident Wladimir Putin, der eine große Anhängerschaft und Protestgemeinde hinter sich stehen hat. Im Januar sorgte die Organisation für Schlagzeilen, weil sie von einem riesigen Luxus-Anwesen am Schwarzen Meer berichtete, das Putin gehören soll.

Im vergangenen August überlebte Nawalny einen Anschlag in Russland mit dem Nervenkampfstoff Nowitschok. Nawalny macht den Kreml für den Giftanschlag den verantwortlich. Im Anschluss wurde der Oppositionskritiker nach Deutschland gebracht und in der Berliner Charité behandelt.

Nach Festnahme des Kreml-Kritikers in Russland: Merkel hat Nawalnys Freilassung gefordert

Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Russland wurde der 44-Jährige festgenommen wegen angeblicher Verstöße gegen Bewährungsauflagen zu mehr als zweieinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt. Aus Protest gegen die Haftbedingungen ist er dort in einen Hungerstreik getreten - nach Angaben seiner Unterstützer bestand zwischenzeitlich eine Lebensgefahr. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Freilassung von Nawalny gefordert. (Sophie Vorgrimler mit AFP)

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