+
Iohannis bleibt Prognosen zufolge Staatspräsident von Rumänien. 

Prognosen 

Klaus Iohannis bleibt wohl Präsident von Rumänien 

Klaus Iohannis bleibt Prognosen zufolge Staatspräsident in Rumänien.

Update vom 24. November 2019, 21:20 Uhr: Klaus Iohannis bleibt Prognosen zufolge Staatspräsident in Rumänien. Er erhielt laut Wählerbefragung des Meinungsforschungsinstituts Ires vom Sonntagabend 66,50 Prozent der Stimmen und lag damit deutlich vor seiner sozialdemokratischen Gegenkandidatin Viorica Dancila, die auf 33,50 Prozent kam. Der von der bürgerlichen Regierungspartei PNL unterstützte Iohannis gilt als bürgerlich und Pro-Europäer.

Erstmeldung: Bukarest - In Rumänien hat am Sonntag die Stichwahl um das Präsidentenamt begonnen. Als klarer Favorit gilt Amtsinhaber Klaus Iohannis, der gegen die ehemalige sozialdemokratische Regierungschefin Viorica Dancila antritt. 

Der Mitte-Rechts-Politiker Iohannis, der der deutschen Minderheit in Rumänien angehört, sagte in seinem Wahllokal: "Ich habe für ein Rumänien gestimmt, das modern, europäisch und normal ist." Iohannis hatte die erste Wahlrunde vor zwei Wochen mit knapp 38 Prozent gewonnen. Dancila landete mit 22 Prozent auf dem zweiten Platz. 

Stichwahl in Rumänien: Gute Chancen für Iohannis

Beobachter gehen davon, dass die meisten Anhänger der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Kandidaten nun für Iohannis stimmen dürften. Dancilas Regierung war im Oktober durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden. Vorangegangen waren ein Korruptionsskandal um ihre sozialdemokratische Partei PSD und eine Schlappe bei der Europawahl. 

Monatelang gab es zudem Massenproteste gegen eine von der EU-Kommission scharf kritisierte Reform des Justizsystems in Rumänien, die nach Ansicht von Kritikern darauf abzielte, der Korruption beschuldigte Politiker Straffreiheit zu ermöglichen. 

Iohannis: Verteidigung des Rechtsstaates

Der 60-jährige Iohannis gilt in Osteuropa als Gegengewicht zu dem antieuropäischen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und der rechtsnationalistischen polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS). Er hatte die Verteidigung des Rechtsstaat in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes gestellt und Dancilas sozialdemokratische PSD als Bedrohung für die Demokratie bezeichnet. 

18,2 Millionen Wahlberechtigte waren am Sonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben, darunter 650.000 im Ausland lebende Rumänen. Erste Hochrechnungen werden kurz nach Schließung der Wahllokale um 21.00 Uhr (Ortszeit, 20.00 Uhr MEZ) erwartet. 

mid/ju AFP

Bei den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg stieg die Wahlbeteiligung an, doch die Nichtwähler bilden immer noch einen beträchtlichen Anteil. Hier sehen sie das „ehrliche Wahlergebnis“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion