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Trump-Anwalt Rudy Giuliani hat sich in seinem Podcast über Falschinformationen auf sozialen Plattformen beschwert. (Archivbild)
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Trump-Anwalt Rudy Giuliani hat sich in seinem Podcast über Falschinformationen auf sozialen Plattformen beschwert. (Archivbild)

US-Wahl 2020

Spott für Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani: „König der Falschinformationen“

  • Ines Alberti
    VonInes Alberti
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Donald Trumps Anwalt Rudy Giuliani will über die Gefahr von Falschinformationen in sozialen Netzwerken aufklären und zieht er den Spott des Internets auf sich.

  • Rudy Giuliani spricht in seinem Podcast über die Konsequenzen von Falschinformationen.
  • Er beschwert sich darüber, dass man soziale Netzwerke nicht verklagen könne.
  • Twitter-Nutzer:innen haben nichts als Spott für den Trump-Anwalt übrig.

New York City - Rudy Giuliani, der Haus- und Hof-Anwalt von Ex-Präsident Donald Trump, verschmäht Falschinformationen in sozialen Netzwerken. Nein, der Trump-Unterstützer und Anhänger der Wahlbetrug-Theorie hat nicht etwa die Seiten gewechselt. Er warnte in seinem Podcast „Rudy Giuliani‘s Common Sense“ (zu Deutsch: „Rudy Giulianis gesunder Menschenverstand“) vor der Gefahr, die von Falschinformationen ausgehe.

Giuliani teilte die Podcast-Folge auf Twitter und schrieb dazu: „Falschinformationen sind zu einem täglichen Vorkommnis in sozialen Medien geworden. Wenn unthematisiert fortgeführt, wird es irgendwann zu Jeffersons (Thomas Jefferson, einer der Gründerväter der USA - Anm. d. Red.) schlimmstem Alptraum einer schlecht informierten Bürgerschaft werden, was er als die größte Gefahr der Demokratie ansah.“ Und das von einem Mann, vor dessen eigenen Falschbehauptungen sogar seine Haarfarbe das Weite sucht.

Trump-Anwalt Rudy Giuliani kritisiert Falschinformationen im Internet

„Man kann soziale Medien nicht verklagen“, lamentierte Rudy Giuliani. „Sie können die schlimmsten Sachen über dich drucken. Der Kongress hat sie immun gemacht.“ Deshalb werde es „natürlich“ Falschinformationen geben, weil „niemand es kontrolliert“, so Giuliani. Dieses Thema scheint gerade einen Nerv bei dem Juristen und ehemaligen Bürgermeister von New York City zu treffen. Nur wenige Tage, nachdem sein YouTube-Kanal zum zweiten Mal in diesem Jahr wegen Falschbehauptungen zum Thema Betrug bei der US-Wahl 2020 gesperrt wurde, kam er darauf zu sprechen.

Das Paradoxe an der Sache selbst wohl nicht erkennend, fing sich Giuliani einigen Spott auf eben jenen Social Media-Plattformen ein. Denn Nutzer:innen war die Ironie schnell klar. „‚Krebs ist tatsächlich ein weitverbreitetes Problem - hier ist meine Analyse‘, sprach der aufgeblasene Tumor“, schrieb eine Nutzerin unter Giulianis Tweet. Eine weitere fand: „Das könnte DER komischste Tweet sein, den ich je gesehen habe. DU, Rudy sprichst über andere, die Falschinformationen verbreiten? Omg. Schämst du dich nicht?“.

Nutzer:innen verspotten Trump-Anwalt Rudy Giuliani

„Köstlich, dass das aus dem Mund von Trumps ureigenem Minister für Falschinformationen kommt“, kommentiert jemand. Und Giuliani bekommt noch einen weiteren Titel: „Der König der Falschinformationen, der gerade auf Milliarden verklagt wird wegen seines Missbrauchs von Falschinformationen will, dass ihr alle über Falschinformationen Bescheid wisst“, spielte ein Nutzer auf die Klage des Wahlmaschinenherstellers Dominion Voting Systems an. Das Unternehmen geht davon aus, dass die Behauptungen über Wahlbetrug einen Imageschaden verursacht haben und verlangt dafür 1,3 Milliarden US-Dollar Schadenersatz.

Dominion hat auch andere Personen in dieser Sache verklagt und soll zudem eine Klage gegen Donald Trump selbst erwägen. Giuliani hatte nach der US-Wahl 2020 mehr als 50 Klagen in verschiedenen Swing States eingereicht, um gegen Trumps Wahlniederlage gegen Joe Biden anzukämpfen. Alle waren erfolglos geblieben. (Ines Alberti)

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