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Rudy Giuliani unterstützt Curtis Sliwa.
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Rudy Giuliani macht es auch dem Team Trump nicht immer leicht.

Berater nervt Republikaner

Donald Trump: Wie sein Rudy Giuliani austrickste

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Im US-Wahlkampf 2020 mischte sich Rudy Giuliani immer wieder ein - bis es selbst dem Umfeld von Donald Trump zu viel wurde.

Washington D.C. - Rudy Giuliani ist noch immer einer der engsten Kumpel von Donald Trump. Doch nicht immer war der persönliche Anwalt des früheren Präsidenten in dessen Entourage wohlgelitten. Tatsächlich hatte das Trump-Team während des Präsidentschaftswahlkampfs in den USA ganz offenbar irgendwann die Nase voll von Giuliani und seinen Verrücktheiten.

Als der engste Trump-Zirkel am 28. September 2020 zusammenkam, um sich noch ein letztes Mal auf die am Tag darauf folgende erste TV-Debatte mit Joe Biden vorzubereiten, war von Giuliani jedenfalls lange Zeit weit und breit nichts zu sehen. Und das, obwohl er unbedingt bei diesem Treffen dabei sein wollte. Dass er erst kurz vor Schluss auftauchte, ist einfach zu erklären. Giuliani war schlicht und ergreifend ausgetrickst worden.

Trump-Team dreht Rudy Giuliani eine lange Nase

Aber wie? Nun, wie Carol Leonnig und Philipp Rucker von der Washington Post in ihrem neuen Buch „I Alone Can Fix It: Donald J. Trump‘s Catastrophic Final Year“ (auf Deutsch in etwa: Nur ich allein kann es geradebiegen. Donald J. Trumps katastrophales letztes Jahr im Amt) berichten, hielt Trumps Team Rudy Giuliani einfach über die Uhrzeit im Unklaren. „Sie sagten ihm, sie würden sich um 14.00 Uhr treffen“, heißt es in dem Buch. „Dabei ging die Sitzung schon um 12.00 Uhr los.“ Als Giuliani schließlich eintraf, war im Grunde schon fast alles wieder vorbei.

Knackpunkt des Konflikts war anscheinend der Umgang mit Joe Biden und dessen Sohn Hunter Biden, dem die Republikaner unsaubere Geschäfte in der Ukraine vorwarfen. Bei den vorherigen Proben vor der ersten TV-Debatte war es hier zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Rudy Giuliani und den beiden engen Trump-Vertrauten Chris Christie und Kellyanne Conway gekommen. Wie Loennig und Rucker schreiben, schlüpfte Christie, der vormalige Gouverneur von New Jersey, während der Proben in die Rolle von Biden, während Trumps Beraterin Conway den Fox-News-Moderator Chris Wallace darstellte, der die erste TV-Debatte in Cleveland leiten würde.

Rudy Giuliani: Donald Trump hört auf seinen Ratschlag

Während Christie aber Trump vorschlug, Hunter Biden nur deshalb zu erwähnen, um Joe Biden aus dem Konzept zu bringen, war Giuliani der Auffassung, dass Trump Hunter Bidens Geschäftsbeziehungen in der Ukraine wesentlich ausführlicher zur Sprache bringen sollte. Trumps Team hatte wenig für Giulianis Plan übrig. Loennig und Rucker zitieren jedenfalls einen ungenannten Trump-Berater, der Giulianis Einlassung als „im höchsten Maße nutzlos“ bezeichnete.

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Trotzdem musste sich Rudy Giuliani im Grunde nicht lange grämen. Denn tatsächlich folgte Trump während der ersten TV-Debatte in Cleveland seinem Rat, griff Hunter Biden wegen seiner früheren Drogenprobleme persönlich an und versuchte, ihn mit schmutzigen Geschäften im Ausland in Verbindung zu bringen. Joe Biden ließ sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. „Mein Sohn hatte ein Drogenproblem“, sagte er. „Er hat es überwunden. Und ich bin stolz auf ihn. Ich bin stolz auf meinen Sohn.“ (Christian Stör)

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