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Rudy Giuliani, Ex-Anwalt von Donald Trump
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Ermittler haben den Wohnsitz von Ex-Trump-Anwalt Rudy Giuliani durchsucht. (Archivfoto)

Nach Razzia

Rudy Giuliani bittet um Hilfe – doch Donald Trump hält sich zurück

  • Lukas Rogalla
    vonLukas Rogalla
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Gegen Rudy Giuliani laufen Ermittlungen. Von Donald Trump kann er wohl kaum Hilfe erwarten.

New York – Nach der Razzia in seiner New Yorker Wohnung und der Beschlagnahme seiner elektronischen Geräte steckt Rudy Giuliani tief in der Klemme. Gegen den ehemaligen Anwalt von Donald Trump wird wegen seiner Rolle in der Ukraine-Affäre ermittelt. Die Juristen an seiner Seite sehen ihn als Opfer, das wie der „Kopf eines Drogenkartells oder ein Terrorist“ behandelt werde. Donald Trump scheint es jedoch nicht eilig zu haben, seinem ehemals engen Verbündeten und politischen Gehilfen zur Hilfe zu schreiten.

Donald Trump: Hilft er Rudy Giuliani oder nicht?

Trotz sich häufender Anfragen von Rudy Giulianis Team, ihm inmitten der Ermittlungen zu helfen, zögern Donald Trump und sein Beraterstab. Das berichtet das Nachrichtenportal The Daily Beast unter Berufung auf informierte Kreise. Giulianis enge Vertraute seien demnach schwer frustriert. Sie seien davon überzeugt, dass „Team Trump“ versuche, dem Ex-Präsidenten einzureden, Giuliani in der Stunde der Not im Stich zu lassen.

„Es geht darum, ob Trump und sein Team Rudy sich alleine durchschlagen lassen oder ob sie dazu Stellung beziehen“, sagte eine Quelle. „Momentan wissen wir das nicht.“

Das Team um Rudy Giuliani ersehne eine eindeutige verbale oder geschriebene Stellungnahme von Donald Trump, heißt es. Seine Arbeit in der Trump-Ukraine-Affäre sei nur auf Wunsch des damaligen Präsidenten erfolgt und daher nicht illegal gewesen. Solch eine Stellungnahme wäre für Giuliani nicht nur gute PR, sondern würde seine rechtliche Verteidigung untermauern.

Ermittlungen gegen Rudy Giulaini: Donald Trump zögert mit Hilfsbekenntnissen

Donald Trump wurde zudem gebeten, einen Rechtsantrag zu stellen, der die Ermittlungsbehörden dazu beordern würde, alle sichergestellten Kommunikationsverläufe zu verwerfen. Zudem sei der Ex-Präsident um finanzielle Unterstützung für die immer weiter steigenden Rechtskosten gebeten worden.

Zwei Personen, die Donald Trump nahestehen, sollen ihm geraten haben, sich mit Stellungnahmen oder Versprechen zurückzuhalten. Es sei unklar, über wie viele und welche Informationen die Behörden verfügen. Jede Erklärung Trumps könnte entsprechend nach hinten losgehen und ihm selbst schaden. Im Kreis des Ex-Präsidenten befinden sich ohnehin zahlreiche Personen, die jahrelang versucht hatten, ihn davon zu überzeugen, dass Rudy Giuliani nichts weiter als eine Belastung und Beeinträchtigung sei. Auch aufgrund seiner Behauptungen um vermeintlichen Betrug bei der US-Wahl 2020 folgte für Donald Trump und Rudy Giuliani Klage auf Klage.

Rudy Giuliani: Donald Trump zeigt Mitleid

Laut einer Quelle, auf die sich The Daily Beast beruft, habe Donald Trump wiederholt Mitgefühl für Rudy Giuliani und dessen Sorgen zum Ausdruck gebracht, ihm aber nicht wirklich geholfen. Eine weitere eingeweihte Person meint, dass Giuliani fest davon überzeugt sei, dass Trump ihn nicht im Stich lassen wird.

In der Vergangenheit hatte Donald Trump die Frage, ob er Rudy Giuliani beauftragt habe, in die Ukraine zu reisen, verneint. Dass er für seinen ehemaligen Anwalt aussagen wird, ist unwahrscheinlich. (Lukas Rogalla)

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