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Trump-Anwalt Giuliani wird wegen sexueller Belästigung verklagt

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Von: Niklas Kirk

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Donald Trumps ehemaliger Anwalt Rudy Giuliani plaudert über Trumps Pläne für Russland. (Archivfoto)
Donald Trumps ehemaliger Anwalt und New Yorker Bürgermeister Rudy Giuliani © Imago Images

Eine Frau in New York erhebt schwere Vorwürfe gegen den ehemaligen Bürgermeister der Stadt, Rudy Giuliani.

New York – Der ehemalige Bürgermeister von New York und Mitglied der Republikaner, Rudy Guilani wird in den USA wegen sexueller Belästigung angeklagt. Nach Bericht der US-Nachrichtenseite Daily Beast handelt es sich bei Klägerin um Noelle Duphny, eine Journalistin aus New York, die angibt, mit Guiliani eine romantische Beziehung geführt zu haben.

Die Klägerin behauptet, dass Giuliani sie letztes Jahr aus seinem Unternehmen entlassen und davor gewarnt habe, ihre Verbindung öffentlich zu machen. Dabei soll er sich auf seine Verbindungen zum ehemaligen Präsidenten Donald Trump berufen haben. Giulianis Anwalt dementierte die Vorwürfe und lies eine Antwort über die Beziehung zwischen seinem Mandanten und der Klägerin offen.

Ex-Trump Anwalt Guiliani verklagt – Schadensersatz über 3 Millionen Dollar gefordert

In einem gerichtlichen Schriftstück des Obersten Gerichtshof in New York, welches auch dem Beklagten vorliegt, bezeichnet Duphny den ehemaligen Anwalt von Donald Trump als „sexistischen Sexualstraftäter und Missbrauchstäter“. Weiter gibt sie an, von Januar 2019 an in Giulianis Unternehmen für „Geschäftsentwicklungs- und andere Arbeiten“ angestellt gewesen zu sein. In Bezug auf die Arbeitsatmosphäre behauptet die 43-Jährige, Giuliani habe während „feindseliger, alkoholgeschwängerter Tiraden“ häufig rassistische und antisemitische Bemerkungen gemacht.

Weiter führt Dunphy aus, Giuliani habe sie „sexuell belästigt“ und sexuelle Gefälligkeiten gefordert, bis sie 2021 ohne nennenswerte Abfindung entlassen wurde. Zu dem bereits erwähnten, von Guiliani eingeforderten Schweigen, führte die Rechtsvertretung der Klägerin aus: „Zu diesen Zeiten drohte Giuliani mit weiteren Vergeltungsmaßnahmen, falls sie nicht schweigen würde, und erklärte, dass seine privaten Ermittler und politischen Verbindungen zu Präsident Trump ihn in die Lage versetzten, auf andere Art und Weise Vergeltung zu üben.“ In einem möglichen Schwurgerichtsverfahren fordert sie einen Schadensersatz in Höhe von 3,1 Millionen Dollar.

Klage gegen Ex-Trump Anwalt Guiliani – Verteidiger spricht von Verleumdung

Giulianis Anwalt, Robert Costello, reagierte auf die Vorwürfe, indem er gegenüber Daily Beast angibt, dass Dunphy nie für ein Unternehmen von Giuliani gearbeitet hätte. Die Anschuldigungen seien „verleumderische Behauptungen“ und, dass die Klägerin sich rechtlich selbst vertritt, ein Indiz dafür, dass keine Anwältin oder Anwalt sich mit dem Fall in Verbindung bringen wolle. „Leider wird man, wenn man in der Öffentlichkeit steht, zur Zielscheibe für diese Räuber“ so der Anwalt. Die Klägerin wiederum beruft sich auch „stichhaltige Beweise“. (nki)

Unterdessen beginnt in der republikanischen Partei der Konkurrenzkampf um die Präsidentschaftskandidatur. Neben Donald Trump gibt es weitere potenzielle Kandidat:innen.

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