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Rudy Giuliani
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Rudy Giuliani steht vor der Pleite.

Pleite droht

Rudy Giuliani vor der Pleite – Donald Trump lässt ihn im Regen stehen

  • Christian Stör
    VonChristian Stör
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Rudy Giuliani tat alles, um Donald Trump zu helfen. Der will aber von seinem alten Anwalt nichts mehr wissen.

Washington D.C. - Rudy Giuliani war lange Zeit so etwas wie der Mann fürs Grobe im Team von Donald Trump. Das will was heißen. Es ist ja kaum so, dass sich überhaupt jemand aus dem Umfeld des früheren US-Präsidenten jemals durch Sanftmut, Güte oder Mitgefühl ausgezeichnet hätte. Hier seien nur Trumps Söhne Donald Trump Junior und Eric Trump genannt, die gerne Gift und Galle spucken. Doch Giuliani setzte halt immer noch einen obendrauf. Nicht umsonst galt er im Wahljahr 2020 als fantastischster Waffenträger Donald Trumps.

Nun aber sitzt Rudy Giuliani in der Tinte, und zwar einzig und alleine wegen Donald Trump. Was aber macht der frühere US-Präsident in dieser Zeit der Not? Er lässt seinen alten Kumpel offenbar im Regen stehen.

Rudy Giuliani steht vor der Pleite - Donald Trump wendet sich ab

Für Rudy Giuliani sieht es derzeit nämlich ganz so aus, als sollte ihn sein Kampf für Donald Trump Hab und Gut kosten. Vor allem seine ständigen Angriffe gegen die Firma Dominion Voting Systems nach Trumps Niederlage gegen Joe Biden bei der Wahl im November 2020 könnten Giuliani nun teuer zu stehen kommen. Das kanadische Unternehmen, das Wahlmaschinen für die USA herstellt, verlangt Schadenersatz von Rudy Giuliani. Man muss fast zweimal hinschauen, um wirklich verstehen zu können, um welche Summe es dabei geht: 1,3 Milliarden US-Dollar. Das schüttelt man nicht mal eben so aus dem Ärmel.

NameRudolph William Louis „Rudy“ Giuliani III
BerufJurist
Ehemalige PositionenBürgermeister von New York City
Bundesstaatsanwalt New York
Geboren28. Mai 1944
GeburtsortEast Flatbush, New York City, New York, USA

Natürlich wehrt sich Rudy Giuliani mit Händen und Füßen gegen die Verleumdungsklage von Dominion. Doch auch die Anwaltskosten sind nicht von Pappe, sie fressen ihn geradezu auf. Kurz gesagt, steht Rudy Giuliani kurz vor der Pleite.

Donald Trump hat mit Rudy Giuliani nichts mehr am Hut

Und Donald Trump? Der steckt seinem früheren Anwalt keine müde Mark zu. Und dabei hat Trump alleine im Jahr 2021 Spenden in Höhe von knapp 82 Millionen US-Dollar gesammelt. Eine ungewöhnlich hohe Summe in einem Jahr, in dem keine entscheidenden Wahlen auf dem Programm stehen. Doch Trump hat ganz offenbar keinerlei Interesse daran, auf dieses Wahlkampfkonto zurückzugreifen, nur um einem Mann zu helfen, mit dem er nichts mehr am Hut hat.

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Dieses Nichtstun sorgt aber durchaus für Aufregung im Lager von Rudy Giuliani. Wie NY-Times-Reporterin Maggie Haberman via Twitter berichtet, ist man dort geradezu „entsetzt“ über Trumps Verhalten, zumal Giuliani den Wahlmaschinenhersteller Dominion im Namen und im Auftrag Donald Trumps angegriffen hatte. Doch auf Hilfe von Donald Trump kann Giuliani definitiv nicht hoffen. Das sei zu „problematisch“, heißt es laut Haberman aus Trumps Umfeld. Ohnehin hätte Giuliani vorher wissen müssen, worauf er sich eingelassen habe.

Rudy Giuliani ist sich keiner Schuld bewusst

Doch Rudy Giuliani muss sich nicht nur mit der Klage von Dominion auseinandersetzen. Auch seine Verwicklung in die Ukraine-Affäre, die zum ersten Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump geführt hatte, wirft nach wie vor zahlreiche Fragen auf. Derzeit läuft eine Untersuchung der Bundespolizei FBI, die Ende April Wohnsitz und Büro des ehemaligen Bürgermeisters von New York durchsucht hatte. Giuliani ist sich dabei aber keiner Schuld bewusst. „Ich habe kein Verbrechen begangen“, behauptete er kürzlich in einem Fernseh-Interview des Nachrichtensenders NBC, sei aber auch dazu bereit, „ins Gefängnis zu gehen“. Von Donald Trump kann man dies wohl kaum behaupten. (Christian Stör)

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