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Nach der Wahl

Rudy Giuliani: Trump-Anwalt in Michigan erneut auf verlorenem Posten

  • Delia Friess
    vonDelia Friess
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Rudy Giuliani muss nach peinlichen Auftritten rund um eine Landschaftsgärtnerei, herunterlaufendes Haarfärbemittel und wirren Theorien zu systematischem Wahlbetrug eine weitere Schlappe einstecken. 

  • US-Wahl 2020: Auch in Arizona und Wisconsin werden Ergebnisse zertifiziert.
  • Rudy Giuliani erleidet beim Anfechten der Ergebnisse in Michigan erneut einen herben Rückschlag.
  • Der Anwalt von Donald Trump, Rudy Giuliani, darf nicht an Sitzung teilnehmen.

Detroit - Nach Georgia, Michigan und Pennsylvania wurden nun auch in Arizona und Wisconsin die jeweiligen Ergebnisse der US-Wahl 2020 zertifiziert. Das ist ein wichtiger formaler Schritt im Anschluss an die Wahl in den USA. Nach einem skurrilen Auftritt, bei dem Rudy Giuliani Haarfärbemittel von den Schläfen herablief, und bei dem der Trump-Anwalt erneut die Vorwürfe von Betrug bei den US-Wahlen 2020 wiederholte, ohne konkrete Beweise vorzulegen, musste Giuliani nun erneut eine Niederlage einstecken. 

Rudy Giuliani von Anhörung ausgeschlossen: Vorwürfe in Michigan

Donald Trump und Rudy Giuliani sprechen ohne Beweise von massivem Wahlbetrug.

Am Dienstag, den 01.12.2020, findet eine Anhörung zu den Vorwürfen in Michigan statt. Die Anhörung legt den Fokus offenbar darauf, die Vorwürfe der Trump-Fans zu Unregelmäßigkeiten in Detroit zu untersuchen. Rudy Giuliani darf allerdings nicht teilnehmen: Der Trump-Anwalt habe demnach kein Wissen aus erster Hand und ist deshalb nicht zu einer Aussage zugelassen, entschied der Senat in Michigan. Das sagte der republikanische Senatsvorsitzende Ed McBroom dem US-Journalisten Jonathan Oosting von Bridge Michigan.

Der abgewählte US-Präsident Donald Trump hat seine Niederlage gegen Joe Biden bei der Wahl vom 3. November immer noch nicht offiziell eingestanden. Donald Trump und Rudy Giuliani sprechen ohne Beweise von massivem Wahlbetrug. Wahlverantwortliche und Expert:innen weisen die Vorwürfe entschieden zurück und das Trump-Lager ist mit zahlreichen Klagen krachend gescheitert.

Rudolph William Louis „Rudy“ Giuliani IIIPolitiker der republikanischen Partei und Anwalt
Geburtsdatum28. Mai 1944 (76 Jahre)
GeburtsortNew York
Früheres AmtBürgermeister von New York
KinderCaroline Giuliani, Andrew Giuliani

Rudy Giuliani: Vertrauter von Trump versucht immernoch gegen die Wahl vorzugehen 

In Arizona und Wisconsin wurden unterdessen nach Michigan, Georgia und Pennsylvania die Wahlergebnisse zertifiziert. In Arizona zertifizierte Wahlleiterin Katie Hobbs am Montag (30.11.2020) das Ergebnis der US-Wahlen 2020. Joe Biden gewann hier mit einem Vorsprung von knapp 10.500 Stimmen. Direkt im Anschluss unterzeichnete der konservative Gouverneur Doug Ducey die entsprechenden Dokumente.

US-Wahl 2020: Rudy Giuliani verbreitet abstruse Verschwörungstheorie in Arizona

Zeitgleich zur Zertifizierung des Wahlergebnisses in Arizona hielt Donald Trumps Privatanwalt Rudy Giuliani in Arizona eine Versammlung mit Landespolitikern der Republikanischen Partei zu angeblichem Wahlbetrug ab. Dabei wurden Giulianis Theorien immer abstruser: Er sprach unter anderem von fünf Millionen „illegalen Aliens“, also illegalen Einwanderern, die die Wahl in Arizona gestohlen haben sollen. Das wäre eine ganz enorme Zahl, da in Arizona insgesamt knapp 7,3 Millionen Menschen leben. Ein ähnliches Treffen hatte Giuliani vergangene Woche in Pennsylvania organisiert. Trump wurde dabei telefonisch zugeschaltet.

Wisconsin: Demokratischer Gouverneur verifiziert das Ergebnis der US-Wahl 2020

Auch in Wisconsin wurde das Wahlergebnis nun zertifiziert. Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hatte Wisconsin bei den US-Wahlen 2020 mit rund 20.000 Stimmen Vorsprung vor Donald Trump gewonnen. Obwohl Trump wegen angeblichem Wahlbetrug auch in Wisconsin eine Neuauszählung der Stimmen in zwei Wahlkreisen verlangt hatte, zertifizierte der demokratische Gouverneur Evers das Ergebnis.

Er habe damit seine „Pflicht erfüllt“, twitterte der Demokrat. Er bedankte sich bei den Beamt:innen und Wahlhelfer:innen in ganz Wisconsin, die mit ihrer „unermüdlichen“ Arbeit für eine „sichere, faire und effiziente Wahl“ gesorgt hätten. (Delia Friess mit AFP)

Rubriklistenbild: © MANDEL NGAN / afp

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