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Live-Ticker zur PK

RKI-PK: Deutschland bei Corona-Tests unterirdisch - Spahn gesteht gravierenden Fehler ein

  • Katja Thorwarth
    vonKatja Thorwarth
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Die Fixierung auf die Inzidenz in der Corona-Krise gerät in die Kritik. Jens Spahn, Lothar Wieler und Klaus Holetschek beziehen Stellung.

  • Mehrere wichtige Entscheidungsträger besprechen heute die Corona*-Lage.
  • Inzwischen gerät das Festhalten an der Inzidenz als wichtigsten Richtwert in die Kritik. Die Bundesländer unterscheiden sich in Vorgehen und Infektionsgeschehen stark.
  • Jens Spahn und Lothar Wieler sprechen auf einer Pressekonferenz zur Corona-Krise.

Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 10.30 Uhr: Ob die Testkapazität bezüglich der Schnelltests ab März gesichert sei? Diesbezüglich ist Spahn optimistisch, zumal das Testangebot erfahrungsgemäß sowieso nicht von allen angenommen würde. Weiter sei geplant, dass gerade die Corona-Selbsttests im breiten Handel verfügbar seien. Zu dem Preisniveau könne er noch nichts sagen.

Inwiefern die Impfpässe fälschungssicher seien, ist eine weitere Frage. Hier verweist Spahn auf den digitalen Impfpass 2022. Bis dahin werde die klassische Papiervariante weitergeführt.

+++ 10.25 Uhr: Jens Spahn äußert sich zu Astrazeneca. Alle drei Impfstoffe seien sicher und wirksam, auch Astrazeneca. Es sei wichtig, dass die angebotenen Impfungen wahrgenommen würden. „Das Impfangebot ist ein Privileg.“ Holetschek betont nocheinmal die Sicherheit der Impfungen: „Die Kommunikation hier ist imens wichtig.“

Weiter könnten Menschen, die Astrazeneca ablehnen, „zu diesem Zeitpunkt“ nicht geimpft werden. Wenn sie sich später doch für Astrazeneca entscheiden würden, dürfte das möglich sein. Aktuell gäbe es diesbezüglich keine Wahlmöglichkeit.

Deutschland bei Corona-Tests nur auf Platz 22 - Spahn rechtfertigt sich

+++ 10.10 Uhr: Am kommenden Montag öffnen Schulen und Kitas. Wie sich das vereinbaren würde mit den Gefahren durch die Corona-Mutanten? Man müsse schauen, was der erste Schritt bewirke, antwortet Spahn. Und möglicherweise Schritt zwei neu überdenken. Wieler betont, dass die Schutzkonzepte vorliegen würden, jene müssten konsequent umgesetzt werden.

Warum liegt Deutschland in Sachen Testen europaweit auf Platz 22? Die Strategien müssten situativ angepasst werden, so Spahn. Es sei eine Frage der Verfügbarkeit der Tests gewesen, auch wenn sich die Lage verbessert habe. Im November beispielsweise seien nicht genügend Tests verfügbar gewesen. Er kenne die Statistik zu Platz 22 nicht, doch werde stets eine Negativspirale erzeugt. „Im Vergleich zu Europa sind wir nicht schlecht durch die Pandemie gekommen“.

Corona in Deutschland - Spahn: „Die 35-Inzidenz ist immer mitgedacht worden“

+++ 10.00 Uhr: Die Fragerunde der Journalist:innen startet. Jens Spahn wird nach der Bedeutung des Grenzwertes gefragt, welcher denn nun gelten würde. Gemeint ist die Inzidenz. Spahn verweist darauf, dass diese Grenzwerte eigentlich „für die andere Richtung“ gelten, also Verschärfung, wenn der Wert steigt. Es handele sich insofern auch umgekehrt um einen Stufenplan, daher sei die 35 immer mitgedacht worden. Wie es sich mit den unterschiedlichen Werten in den verschiedenen Ländern verhalte, ist die weiterführende Frage.

Es sei bewusst nicht bundes- und landesweit entschieden worden, sagt Spahn. Es werde sich in der „Debatte immer weiter ausdifferenzieren“, allerdings müsse auch regional klug gehandelt werden. Wieler ergänzt, dass Corona immer lokal bekämpft worden sei.

Wieler (RKI) erläutert Stagnation der Corona-Fallzahlen

+++ 09.50 Uhr: Lothar Wieler vom RKI äußert sich zu den Corona-Varianten, die noch ansteckender seien. Aktuell würden die Fallzahlen stagnieren, das könnte auch an den Mutanten liegen. Allerdings würden vermutlich die Corona-Maßnahmen nicht mehr konsequent umgesetzt. Er plädiert dafür, die Maßnahmen konsequent umzusetzen. Ansteckung zu verhindern, habe jede/r selbst in der Hand. Weiter sollten die Menschen ihre Kontakte beschränken, auch Bekannte möglichst im Freien treffen. Maske tragen sei generell notwendig - auch im Auto, im LKW, sowieso im Büro und in öffentlichen Verkehrsmitteln.

„Wenn wir einen Impfstoff angeboten bekommen, sollten wir uns freuen“, sagt Wieler. Unbedachte Lockerungen sollten vermieden werden, zumal auch jüngere Menschen erkrankten. Wieler betont mehrfach die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen.

Klaus Holetschek betont die Bedeutung des Impfens, verweist gleichsam auf die unterschiedlichen Inzidenzen gerade in Bayern. Die Corona-Pandemie werde Deutschland noch lange beschäftigen, die Hoffnung liege entsprechend auf der Impfung. Holetschek äußert sich zu Astrazeneca und verweist darauf, dass dieser Impfstoff absolut zuverlässig sei.

Corona in Deutschland: Spahn kündigt Schnelltests an und mahnt zur Vorsicht

+++ 09.40 Uhr: Jens Spahn startet die Bundespressekonferenz. Er betont die Gefahren der Corona-Mutanten, sieht aber auch das Bedürfnis der Lockerungen des Lockdowns. Dennoch müsse man Vorsicht walten lassen. Zwar würden die Corona-Neuinfektionen sinken, man dürfe aber das Erreichte nicht verspielen.

Weiter gebe es immer mehr zugelassene Impfstoffe und Impfdosen, im internationalen Vergleich liege Deutschland bezüglich der Zweit-Impfung mit 2 Prozent vorne. Die tägliche Verimpfung müsse hingegen verdoppelt werden, um die Impfdosen auch verimpfen zu können. Wann in den Arztpraxen geipmt werden könne, sei jedoch noch nicht geklärt.

Spahn äußert sich zu den Corona-Schnelltests, die ab März kostenlos möglich gemacht würden. Allerdings würde es möglicherweise am Anfang zu Engpässen kommen. Schnelltests werden nur in den Impfzentren durchgeführt. Auch Selbsttests würden im März auf den Weg gebracht; diese könnten auch zuhause angewendet werden.

Corona in Deutschland: Rufe nach Ende des Lockdowns - Wieler und Spahn reagieren

Berlin ‒ In Berlin treffen sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn* (CDU), der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, und Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und äußern sich zur Pandemie-Lage, wie auch wa.de* berichtet. Holetschek ist auch Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz.

Aktuell liegt die bundesweite Inzidenz bei 56,8 ‒ das Ziel der Bundesregierung liegt jedoch bei 35. Der Zielwert ist also noch ein gutes Stück entfernt. In einigen Bundesländern ist die Inzidenz in den vergangenen Tagen sogar wieder angestiegen. Etwa im bevölkerungsreichsten Land Nordrhein-Westfalen. Dort meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag (19.02.2021)  58,0 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen im Landesdurchschnitt. Am Mittwoch waren es noch 56,0. Die aktuellen Corona-Fallzahlen* veröffentlicht das RKI.

Corona in Deutschland: Bundesländer gehen unterschiedliche Wege

Am stärksten betroffen ist derzeit Thüringen. Hier tritt am Freitag eine neue Verordnung in Kraft, die eine Verlängerung des Lockdowns mit Kontaktbeschränkungen und Ladenschließungen bis 15. März vorsieht. Bund und Länder hatten eine Verlängerung bis zum 7. März beschlossen mit Ausnahme von Friseuren, die zum 1. März wieder öffnen* dürfen.

In Berlin sollen am Montag (22.02.2021) erste Schritte zur Schulöffnungen unternommen werden. Den Anfang sollen die Erst- bis Drittklässler:innen machen. Hinzu kommen können Schüler:innen von Abschlussklassen, die sich wegen der Prüfungsvorbereitungen in einer Sondersituation befinden.

Corona in Deutschland: Bald Selbsttests für alle? Kritik an Zeitpunkt für Impfstoff-Studien bei Kindern

Neben dem Fortschritt bei den Impfungen* liegen die Hoffnungen vieler auf den Schnelltests. Gesundheitsminister Spahn hatte angekündigt, ab dem 1. März 2021 sollten alle Bürger:innen kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können. Außerdem rücken auch Selbsttests für Laien näher.

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) hofft unterdessen darauf, dass schneller als bisher geplant ein Impfstoff für Kinder bereitsteht. „Wir hoffen, dass so schnell wie möglich ein Impfangebot für Kinder kommt“, sagte Verbandspräsident Jörg Dötsch der „Rheinischen Post“ (Freitag, 19.02.2021). „In den Zulassungsbescheinigungen der Europäische Zulassungsbehörde EMA ist jedoch festgeschrieben, dass erst bis 2024 entsprechende Studien bei Kinder vorliegen müssen, das hat uns sehr enttäuscht und besorgt gemacht“, klagte Dötsch. (mit Agentur) *fr.de und wa.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

  

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld

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