+
Die ehemalige Außenministerin der USA, Condoleezza Rice, gab 2002 grünes Licht für umstrittene Verhörmethoden wie das Waterboarding.

Ex-US-Außenministerin

Rice genehmigte Folter

Dokumente belegen: Condoleezza Rice gab im Juli 2002 bei einem Treffen mit dem damaligen CIA-Chef George Tenet grünes Licht für den Einsatz von Waterboarding.

Die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice hat als Nationale Sicherheitsberaterin von Ex-Präsident George W. Bush den Einsatz von Waterboarding und anderen umstrittenen Verhörtechniken genehmigt. Wie aus nun vom Geheimdienstausschuss des Senats veröffentlichten Dokumenten hervorgeht, gab Rice im Juli 2002 bei einem Treffen mit dem damaligen CIA-Chef George Tenet grünes Licht, sollte das Justizministerium keine Einwände erheben.

Den Dokumenten zufolge hatte der US-Geheimdienst erstmals im Mai 2002 hochrangige Vertreter der Bush-Regierung über den Einsatz von Waterboarding und anderen Techniken in Kenntnis gesetzt. Neun Tage nach der Zustimmung von Rice habe auch der damalige Justizminister John Ashcroft die Verhörmethoden als "rechtmäßig" abgesegnet. Weitere Spitzenvertreter der Bush-Regierung, darunter Vizepräsident Dick Cheney haben die Rechtmäßigkeit der Verhörpraxis ebenfalls bestätigt.

US-Präsident Barack Obama hat CIA-Mitarbeitern für mögliche Rechtsverstöße bei Verhören Straffreiheit zugesichert. Offen ist, ob die politisch Verantwortlichen der Bush-Regierung rechtlich belangt werden könnten. afp

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion