Super Tuesday der US-Vorwahlen: Trump oder Haley – Umfragen zeigen Republikaner-Trend
Donald Trump geht als Favorit in die Vorwahlen der Republikaner. Nikki Haley hofft auf den Super Tuesday. Die aktuellen Umfragen sind deutlich.
Washington, D.C. – Das Jahr 2024 steht in den USA ganz im Zeichen der Präsidentschaftswahl im November. Die ersten Weichen im Kampf ums Weiße Haus werden allerdings schon vorher gestellt. Bei den Vorwahlen bestimmen die Republikaner, wer den demokratischen Präsidenten Joe Biden bei der US-Wahl 2024 herausfordern wird. Die Entscheidung könnte schon beim Super Tuesday am 5. März fallen, wenn gleichzeitig an 16 Orten gewählt wird. Dies zeigt auch ein Blick auf die aktuellen Umfragen.
Vor dem Super Tuesday hat sich bei den Vorwahlen der Republikaner jedenfalls ein klarer Favorit herauskristallisiert: Alles andere als ein deutlicher Sieg von Donald Trump wäre angesichts der bisherigen Ergebnisse eine große Überraschung. Doch der Weg ist noch lang. Vor allem die zahlreichen Anklagen und Prozesse, denen sich Trump 2024 gegenübersieht, könnten das Pendel noch in eine andere Richtung ausschlagen lassen.

Vorwahlen der Republikaner: Wer vor dem Super Tuesday am 5. März in den landesweiten Umfragen führt
Darauf hofft zumindest Nikki Haley. Die ehemalige Botschafterin und Gouverneurin ist die einzig verbliebene Gegenspielerin Trumps bei den Vorwahlen der Republikaner. Rückenwind gab Haley zunächst die politische und finanzielle Unterstützung der einflussreichen Organisation Americans for Prosperity, die von den milliardenschweren Brüdern Charles und David Koch gegründet wurde. Allerdings ist ihr Abstand zu Trump noch immer riesig: Laut der US-amerikanischen Statistikseite FiveThirtyEight kommt der ehemalige Präsident in den aktuellen landesweiten Umfragen im Schnitt auf mehr als 70 Prozent, Haley liegt weit abgeschlagen dahinter.
| Name | Prozent |
|---|---|
| Donald Trump | 77,3 |
| Nikki Haley | 15,2 |
(Quelle: FiveThirtyEight, gewichteter Durchschnitt der Umfragen, Stand: 4. März)
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Aktuelle Umfragen zu den Vorwahlen der Republikaner vor dem Super Tuesday am 5. März
Auch die bisherigen Ergebnisse sind eindeutig ausgefallen. So hat Trump bei den Vorwahlen in den vergangenen Wochen und Tagen bereits 244 Delegierte für sich gewonnen können, Haley dagegen nur 43. Die meisten davon bei ihrem Erfolg Anfang März im Hauptstadtdistrikt Washington.
Beim Super Tuesday am 5. März erreicht das Rennen zwischen Trump und Haley einen Höhepunkt. Dann stimmen die Republikaner in 15 Bundesstaaten ab. Nicht überall liegen derzeit aktuelle Umfragen vor, das betrifft Alaska, Arkansas und Colorado. Alle bekannten Erhebungen sprechen aber eindeutig für Donald Trump.
| Bundesstaat | Trump in % | Haley in % |
|---|---|---|
| Alabama | 87 | 12 |
| Kalifornien | 73,4 | 18,6 |
| Maine | 77 | 19 |
| Massachusetts | 65,5 | 28,7 |
| Minnesota | 76 | 14 |
| North Carolina | 67,6 | 22,5 |
| Oklahoma | 88 | 11 |
| Tennessee | 83,3 | 14,6 |
| Texas | 78,4 | 14,4 |
| Utah | 49 | 22 |
| Vermont | 61 | 31 |
| Virginia | 65,2 | 16,5 |
(Quelle: FiveThirtyEight, gewichteter Durchschnitt der Umfragen oder letzte Umfrage, Stand: 4. März)
Aktuelle Umfragen sprechen bei den Vorwahlen der Republikaner vor dem Super Tuesday klar für Trump
Donald Trump ist bei der rechten Basis zwar nach wie vor äußerst populär, im republikanischen Establishment und bei finanzstarken Konservativen gibt es aber große Vorbehalte gegen ihn. Dort wird befürchtet, dass der umstrittenste US-Präsident der vergangenen Jahrzehnte angesichts seiner Unbeliebtheit in weiten Teilen der Bevölkerung auch die US-Wahl 2024 gegen Joe Biden verlieren könnte. Die aktuellen Umfragen zu den US-Vorwahlen sprechen allerdings dafür, dass er erneut als Kandidat der Republikaner ins Rennen ums Weiße Haus gehen wird. Und auch die Umfragen zu einem möglichen Duell mit Biden sprechen für Trump. (cs)