US-Vorwahlen

Republikaner McCain setzt sich durch

Nach den Wahlen vom Dienstag steht John McCain als Kandidat der Republikaner für die US-Präsidentschaftswahl fest. Offen bleibt das Rennen bei den Demokraten.

Washington (ap) - John McCain steht als Kandidat der Republikaner für die Präsidentschaftswahl in den USA fest. "Das wichtigste Rennen beginnt", sagte McCain. Der Senator aus Arizona hat mit seinen Siegen bei den Vorwahlen mehr als 1.191 Delegierte auf seiner Seite, die für die Nominierung der Republikaner notwendig sind.

Sein parteiinterner Rivale Mike Huckabee gab seine Kandidatur auf. Huckabee hatte in den Vorwahlen lediglich rund 260 Delegiertenstimmen gewonnen und lag damit deutlich hinter McCain zurück. Der frühere Gouverneur von Arkansas lobte McCain und verpflichtete sich, alles zu tun, um die Partei zu einen.

McCain gewann alle 17 Delegiertenstimmen im US-Staat Vermont, mindestens 69 in Texas, 58 in Ohio und neun in Rhode Island, wie aus Hochrechnungen hervorging. Er werde weder die Bedeutung noch die Größe der Herausforderung unterschätzen, sagte der Senator aus Arizona zum bevorstehenden Wahlkampf.

McCain wird am Mittwoch im Weißen Haus Präsident George W. Bush treffen. Die Republikaner werden McCain offiziell nicht vor ihrem Parteitag im September nominieren.

Vor einem Monat hatte McCain beim sogenannten Super Tuesday seinen größten Rivalen, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney, klar hinter sich gelassen. Romney schied daraufhin aus dem Rennen aus. McCain hatte sich bereits im Jahr 2000 um die Präsidentschaftskandidatur beworben, aber gegen den späteren Präsidenten George W. Bush verloren.

Noch keine Entscheidung im Vorwahlkampf der Demokraten

Bei den US-Demokraten gewann Barack Obama die Abstimmung in Vermont, seine Rivalin Hillary Rodham Clinton siegte in Rhode Island. In den wichtigen Staaten Texas und Ohio gab es noch keine Ergebnisse. Obama lag in Texas nach ersten Auszählungen vorn. Wegen der hohen Wahlbeteiligung verzögerte sich die Auszählung in Ohio.

Obama erzielte in Vermont fast 60 Prozent der Stimmen und gewann damit die zwölfte Vorwahl in Folge. In dem größtenteils von Weißen und Liberalen bewohnten Staat lag Obama sowohl bei Männern als auch bei Frauen in der Wählergunst klar vor Clinton, wie Wählernachfragen ergaben.

Er bekam eine Mehrheit der Stimmen der Wähler über 65 Jahre, der selbsternannten Demokraten und der Wähler ohne Universitätsabschluss. Auch die Wähler mit einem Jahreseinkommen von weniger als 50.000 Dollar (32.900 Euro) waren auf seiner Seite. In all diesen Gruppen hatte zuvor meist Clinton gepunktet.

Clinton siegte dagegen in Rhode Island, einem kleinen Staat im Nordosten der Vereinigten Staaten. Sie kam dort auf rund 53 Prozent der Stimmen. In Ohio konnte die Senatorin nach Wählernachfragen bei Arbeitern und älteren Wählern punkten. Obama konnte dagegen wie schon zuvor auf die Unterstützung von Schwarzen und jungen Wählern zählen. In Texas lag die Senatorin Wählernachfragen zufolge bei den weißen Wählern knapp in Führung und erhielt auch starke Unterstützung von der hispanischen Bevölkerung. Obama lag dagegen bei den Schwarzen vorn.

Die Senatorin stand bei den Wahlen unter Druck: Obama könnte ihrer Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur mit Siegen in den bevölkerungsreichen Staaten Texas und Ohio den entscheidenden Schlag versetzen. Vor den jüngsten Abstimmungen führte Obama mit 1.386 Stimmen vor Clinton mit 1.276. Um die Nominierung zu gewinnen, sind 2.025 nötig.

Bei den Republikanern sicherte sich Präsidentschaftsbewerber John McCain die Nominierung seiner Partei. Der Senator aus Arizona zog mehr als die 1.191 Delegierten auf seine Seite, die für die Nominierung der Republikaner notwendig sind. McCain gewann am Dienstag alle 17 Delegiertenstimmen im US-Staat Vermont, mindestens 69 in Texas, 58 in Ohio und neun in Rhode Island, wie aus Hochrechnungen hervorging. Sein verbliebener Rivale Mike Huckabee gab seine Kandidatur daraufhin auf.

Vor einem Monat hatte der Senator beim sogenannten Super Tuesday seinen größten Rivalen, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney, klar hinter sich gelassen. Romney schied daraufhin aus dem Rennen aus. McCain hatte sich bereits im Jahr 2000 um die Präsidentschaftskandidatur beworben, aber gegen den späteren Präsidenten George W. Bush verloren.

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