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Rente: Erhöhung 2022? Schätzung sieht Unterschiede zwischen Ost und West

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Von: Stefan Krieger

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Eine Schätzung geht von einer Rentenerhöhung in Deutschland im Jahr 2022 aus: Dabei gibt es Unterschiede zwischen Ost und West.

Berlin – Gute Nachricht für die rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland. Im Jahr 2022 können sie auf eine kräftige Anhebung ihrer Altersbezüge hoffen. Wie aus einer Übersicht zum Rentenversicherungsbericht hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag (02.11.2021) vorlag, könnten die Renten im Westen um 5,2 Prozent und um 5,9 Prozent im Osten steigen. Die Zahlen beruhen nach angaben der AFP auf offiziellen Schätzungen.

Im Jahr 2021 war die übliche Erhöhung der Rente wegen der Corona-Krise ausgeblieben. Lediglich im Osten hatte es im Juli eine leichte Anhebung von 0,72 Prozent gegeben - was der gesetzlich festgelegten Angleichung an das Westniveau geschuldet war. Inzwischen hat sich die Situation aber wieder ein wenig entspannt. Die gesamten Beitragseinnahmen der allgemeinen Rentenversicherung sind bis September gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um rund 3,7 Prozent gestiegen, wie es in der Übersicht zum Rentenbericht heißt.

Rente soll auch im Jahr 2023 kräftig steigen

Auch im Jahr 2023 dürfte es laut der aktuellen Schätzung eine deutliche Erhöhung der Renten geben. Im Westen könnten die Bezüge dann um 4,9 Prozent steigen, im Osten um 5,7 Prozent. In dem Bericht wird für die kommenden Jahre auch mit stabilen Beitragssätzen gerechnet. In der mittleren Variante der Vorausberechnungen bleibe er bis zum Jahr 2023 beim aktuellen Wert von 18,6 Prozent, anschließend steige er auf 19,5 Prozent in 2024 und 19,7 Prozent im Jahr 2025. Die bis zum Jahr 2025 geltende gesetzliche Haltelinie wonach der Beitragssatz den Wert von 20 Prozent nicht überschreiten darf, greife nicht.

Auf mehr Geld können Rentner ab Juli 2022 hoffen.
Auf mehr Geld können Rentner ab Juli 2022 hoffen. © Lino Mirgeler/dpa

Für das Jahresende 2021 wird eine Nachhaltigkeitsrücklage von rund 37,2 Milliarden Euro geschätzt. Dies entspricht knapp 1,6 Monatsausgaben. Der Schätzerkreis Rentenfinanzen hat vom 19. bis 21. Oktober 2021 turnusgemäß seine Einschätzung der Rentenfinanzen aktualisiert. Zur endgültigen Einschätzung der Rentenfinanzen sollen noch die Ergebnisse der Steuerschätzung - voraussichtlich am 11. November 2021 abgewartet werden.

Rentenanpassung in Deutschland.
Rentenanpassung in Deutschland. © dpa-infografik

Die endgültigen Ergebnisse der Schätzung sollen dann mit dem Rentenversicherungsbericht Ende November veröffentlicht werden. Da Annahmen zur mittelfristigen wirtschaftlichen Entwicklung wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie von Unsicherheit geprägt seien, sei bei der Interpretation der Modellrechnungen zu den Rentenbeiträgen Vorsicht geboten, hieß es in der Übersicht zum Rentenversicherungsbericht.

Rente: Reserve der Rentenkasse steigt

Die Rentenschätzer gehen davon aus, dass die Reserve der Rentenkasse in diesem Jahr leicht steigt. So werde für das Jahresende eine Nachhaltigkeitsrücklage von rund 37,2 Milliarden Euro geschätzt. Dies entspricht knapp 1,6 Monatsausgaben. Ende 2020 waren es 37,1 Milliarden. Insgesamt sei aber „festzuhalten, dass die gesetzliche Rentenversicherung die Pandemie bislang sehr gut überstanden hat“. (skr/AFP)

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