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Rentenpläne der Ampel-Koalition
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An den Rentenplänen der Ampelkoalitionen gibt es Kritik aus der Wirtschaft. (Symbolfoto)

Finanzen im Alter

Rente in Deutschland: Scharfe Kritik an Ampel-Koalition – Pläne „unbefriedigend“ 

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
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Viele Menschen fürchten in Deutschland um ihre Rente. Wie die Ampelparteien dem Problem entgegnen wollen, sorgt für Kritik aus der Wirtschaft.

+++ 9.20 Uhr: Neben der Prognose der Gewerkschaft Verdi zu steigenden Rentenbeiträgen (s. Erstmeldung) gibt es auch Kritik an den Plänen einer möglichen Ampelkoalition. Clemens Fuest, Chef des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo), sieht die Rentenpolitik im Sondierungspapier „alles andere als zukunftsträchtig ausgerichtet.“ Das sagte er dem Handelsblatt.

Eine Rentenreform werde demnach „schlicht vertagt“, obwohl sie dringend nötig sei, so der Ökonom. Zuvor war bekannt geworden, dass SPD, Grüne und FDP das Rentenniveau bei rund 48 Prozent stabilisieren wollen. Rentenkürzungen und eine Erhöhung des Renteneintrittsalters wurden zudem ausgeschlossen. Letzteren Aspekt kritisierte unter anderem Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände: „Unsere Sozialsysteme sind belastet, vor allem bei der Rente“, so Dülger gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Mit einem Renteneintrittsalter von 67 Jahren kommen wir nicht hin“, betonte er – und forderte somit eine Erhöhung.

Die Rentenpläne der Ampel-Parteien seien schlichtweg „widersprüchlich“ und „unbefriedigend“, erklärte auch Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, den Funke-Zeitungen. „Dieser Herausforderung ist so nicht angemessen zu begegnen“, sagte er.

Erstmeldung von Montag, 18.10.2021, 8.15 Uhr: Frankfurt – SPD, Grüne und FDP haben sich am Freitag (15.10.2021) auf Koalitionsverhandlungen zu einem möglichen Ampelbündnis geeinigt. Nachdem die Sondierungsgespräche laut Angaben der Verantwortlichen sehr gut verlaufen seien, wurden bereits erste Details zu den politischen Vorhaben der Parteien bekannt – unter anderem zu den Themen Wahlalter und Mindestlohn.

Ein Aspekt, der zwar im Vorfeld der Bundestagswahl 2021 diskutiert, welcher jedoch am Freitag weniger thematisiert wurde, ist die Rente in Deutschland. SPD, Grüne und FDP hatten sich in den Sondierungen verständigt, dass es keine Kürzungen der Renten und keine Anhebung des Renteneintrittsalters geben solle.

Der Verdichef rechnet mit steigenden Rentenbeiträgen in Deutschland. (Symbolfoto)

Rente in Deutschland: Verdi-Chef erwartet steigende Beiträge unter Ampelkoalition

Frank Werneke, Chef der Gewerkschaft Verdi, rechnet angesichts der internen Renten-Planungen von SPD, Grünen und FDP mit steigenden Beiträgen in den nächsten Jahren. „Der Bundeszuschuss zur Rentenversicherung wird erhöht werden müssen, gar keine Frage. Das ist im Bundeshaushalt auch darstellbar. Und es wird steigende Beiträge zur Rentenversicherung geben müssen“, sagte er der Rheinischen Post. Angesichts der Tatsache, dass der Rentenbeitragssatz derzeit bei 18,6 Prozent liege und damit „unterhalb des Niveaus in der Regierungszeit von Helmut Kohl“ rangiere, sei die Erhöhung nach der Bundestagswahl 2021 vertretbar.

„Wenn die Menschen vor der Wahl stehen, ob sie 30 Euro im Monat mehr in die Rentenkasse zahlen sollen oder ob sie am Ende eine Rente haben, von der sie nicht auskömmlich leben können, dann weiß ich, dass für sie moderat steigende Rentenbeiträge der bessere Weg sind“, betonte Wernecke weiter. Laut dem Bericht zeigte sich der Gewerkschaftschef überzeugt, dass die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die steigenden Rentenbeiträge akzeptieren würden.

Grundrente berechnen

Nicht alle haben Anspruch auf den Renten-Zuschlag

Im Vergleich zu Werneckes Prognose fürchten immer mehr Menschen in Deutschland um ihre Altersvorsorge. Hintergrund ist, dass die Preise derzeit so schnell steigen, wie seit rund 30 Jahren nicht mehr. (tu/dpa)

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