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Ein Arbeitnehmer in einem Stahlwerk.
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Bis ins Alter von 70 Jahren arbeiten? Für Metallarbeitgeber-Chef Stefan Wolf ist das nötig, um die Finanzierung der Rente zu sichern. (Symbolbild)

Renteneintrittsalter

Rente mit 70? Metallarbeitgeber-Chef fordert höheres Renteneintrittsalter

  • VonMax Schäfer
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Der Metallarbeitgeber-Chef fordert die Rente mit 70 Jahren. Damit setzt er die Diskussion um das Renteneintrittsalter fort.

Berlin – Sollen Menschen in Deutschland erst mit 70 Jahren in Rente gehen? Der Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Stefan Wolf, spricht sich zumindest für ein späteres Renteneintrittsalter aus. „Wir müssen zu den Menschen ehrlich sein: Wir werden das Renteneintrittsalter nicht bei 67 Jahren halten können“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Dienstag (17.08.2021).

Rente mit 70? Metallarbeitgeber-Chef warnt vor Finanzierungsproblem bei der Altersvorsorge

In den nächsten Jahren würden wir über Renteneintrittsalter von 69 bis 70 Jahren reden müssen, so Stefan Wolf, der als Gesamtmetall-Präsident die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie vertritt. Er warnte vor einem Finanzierungsproblem bei den Rentenkassen.

Stefan Wolf, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, fordert ein höheres Renteneintrittsalter.

Das Renteneintrittsalter ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen. Das umlagefinanzierte Rentensystem in der aktuellen Form stößt wegen des demografischen Wandels immer mehr an seine Grenzen: Die Zahl der Empfänger:innen steigt durch die größere Anzahl von alten Menschen. Demgegenüber stehen immer weniger Beitragszahler:innen. Um die Finanzierung der Rente zu gewährleisten, steigt das Renteneintrittsalter deshalb bereits von 2012 bis 2031 von 65 auf 67 Jahre. Auch der Anteil, der aus Steuermitteln finanziert wird, nimmt zu.

Rente mit 70: Höheres Renteneintrittsalter wird heiß diskutiert

Erst Anfang August 2021 hat der Arbeitgeberverband eine längere Lebensarbeitszeit gefordert. Das Rentensystem habe in der aktuellen Form keine Zukunft, sagte Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger der Deutschen Presse-Agentur. Die Finanzierung der Altersvorsorge sehe alt aus. Es sei keine nachhaltig finanzierbare Lösung, wenn der Staat die Lücke zwischen Leistungsempfängern und Einzahlern fülle, warnte Dulger.

Für den Vorschlag erntete der Arbeitgeberpräsident Dulger Kritik von Gewerkschaften. IG Metall-Vorstandmitglied Hans-Jürgen Urban bezeichnete die Forderungen von Rainer Dulger „sachlich falsch und verantwortungslos“. Anja Piel, Vorstandmitglied beim Deutschen Gewerkschaftsbund, hat ebenfalls widersprochen: „Wer Debatten über ein höheres Rentenalter anstößt, soll ehrlich zugeben, dass er eine Rentenkürzung durch die Hintertür will. Denn viele Beschäftigte schaffen es schon heute nicht, gesund bis zur Rente durchzuhalten.“

Rente mit 70? Bundesarbeitsminister Heil lehnt höheres Renteneintrittsalter ab

Der wissenschaftliche Bereit beim Bundeswirtschaftsministerium und das Ifo-Institut forderten wegen der Finanzierungsprobleme der Rente allerdings auch ein höheres Renteneintrittsalter. Laut Ifo-Institut könnten die zusätzlichen Kosten zu einer höheren Mehrwertssteuer führen.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil schloss jedoch ein noch höheres Renteneintrittsalter aus. Es sei der falsche Weg und mit ihm werde es das auch nicht geben, sagte der SPD-Politiker der Berliner Morgenpost. Er schlug vor, auch Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. (Max Schäfer mit dpa)

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