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Der Angeklagte Adem Yilmaz gestand am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht, in mehreren Fällen den Kontakt zur Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) in Pakistan hergestellt und die Männer dort empfohlen zu haben.
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Der Angeklagte Adem Yilmaz gestand am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht, in mehreren Fällen den Kontakt zur Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) in Pakistan hergestellt und die Männer dort empfohlen zu haben.

Sauerland-Gruppe

Rekruting für den Terror-Nachwuchs

Das Geständnis ist in der Tat umfangreich. Mitglieder der Sauerland-Gruppe haben Männer als Terroristen-Nachwuchs rekrutiert. Einer starb bei einem Selbstmord-Anschlag auf ein Isaf-Lager in Afghanistan.

Die islamistische Sauerland-Gruppe hat in Deutschland eine Reihe junger Männer als Terroristen-Nachwuchs rekrutiert. Der Angeklagte Adem Yilmaz gestand am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht, in mehreren Fällen den Kontakt zur Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) in Pakistan hergestellt und die Männer dort empfohlen zu haben.

Laut Anklage hat Yilmaz sechs junge Männer angeworben, die 2007 aus Deutschland ausreisten. Der Mitangeklagte Daniel Schneider soll zwei weitere angehende Gotteskrieger, darunter Eric Breininger, nach Pakistan in Terrorcamps vermittelt haben.

Einer der von Yilmaz rekrutierten Männer starb am 3. März 2008 bei einem Selbstmord-Anschlag auf ein Isaf-Lager in Afghanistan. "Ich habe die dahin geschickt, weil die da hinwollten", sagte Yilmaz. "Wie viel einer tötet, entscheidet Allah." Er habe die Männer nach ihrem Durchhaltevermögen und ihrer Hinwendung zum Islam ausgewählt. "Ich habe denen gesagt: Das wird kein Kinderspiel. Ihr werdet da auch bombardiert."

Er habe auch Verhaltenshinweise vor der Ausreise gegeben. So habe er davon abgeraten, wie es eigentlich für Gotteskrieger üblich sei, vor der Abreise ein Testament zu machen. "Die Familien haben herumgesponnen. Die Eltern hätten Probleme gemacht und die Polizei eingeschaltet, um die Ausreise ihrer Söhne zu verhindern", sagte Yilmaz.

Dass einige der Terror-Rekruten wieder nach Deutschland zurückgekehrt seien, wie der in Frankfurt angeklagte Hüseyin Ö., habe ihm missfallen: "Ich fand das nicht gut. Ich hatte denen gesagt: Kommt nicht mehr zurück!" Die Rückkehrer hätten damit rechnen müssen, sofort festgenommen zu werden.

Vor dem Düsseldorf Oberlandesgericht sind vier Islamisten angeklagt. Sie haben bereits gestanden, für die IJU schwere Anschläge mit Autobomben geplant zu haben. Drei der Angeklagten waren im sauerländischen Oberschledorn von der Eliteeinheit GSG 9 festgenommen worden, ein vierter wurde später in der Türkei verhaftet. (dpa)

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