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Gastgeber des Pariser Klimagipfels: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (M).
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Gastgeber des Pariser Klimagipfels: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (M).

Donald Trump

50 Regierungschefs bei Pariser Klimagipfel

Schon vor dem heutigen Klimagipfel in Paris haben mehr als 50 internationale Unternehmen mehr Engagement gegen den Klimawandel gefordert. Der Gipfel soll auch ein Signal an US-Präsident Donald Trump senden.

Zwei Jahre nach der Einigung auf das Pariser Klimaabkommen empfängt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron heute bei einem Gipfel mehr als 50 Staats- und Regierungschefs. Das Treffen mit rund 4000 Teilnehmern soll helfen, die weltweiten Klimaschutzbemühungen voranzutreiben.

Der eintägige „One Planet Summit“ ist als Signal gedacht, dass auch die Privatwirtschaft beim Kampf gegen den gefährlichen Klimawandel mitzieht. Dazu werden mehrere Ankündigungen erwartet, beispielsweise zu mehr Investitionen in erneuerbare Energien.

Im Pariser Klimaabkommen hatte die Weltgemeinschaft sich das Ziel gesetzt, den durch Treibhausgase verursachten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad zu beschränken. Die Bundesregierung wird durch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) vertreten werden.

Am Tag vor dem Gipfeltreffen hatten mehr als 50 internationale Unternehmen mehr Engagement gegen den Klimawandel gefordert. Unter anderem Adidas, Unilever, H&M, Michelin, Philips, Puma und Virgin bekräftigten in einer gemeinsamen Erklärung ihre Absicht, den Klimawandel „im Rahmen unserer geschäftlichen Tätigkeiten“ zu bekämpfen. Zugleich forderten sie von der Politik Rahmenbedingungen, „die uns einen aktiven Beitrag zur Verwirklichung dieses Ziels ermöglichen“.

Aktivisten warnten jedoch davor, sich dabei zu sehr auf den privaten Sektor und auf Banken zu verlassen. „Ohne die Mobilisierung von privaten Geldmitteln und die Wende weg von klimaschädlichen hin zu klimafreundlichen Investitionen wird Klimaschutz nicht gelingen“, sagte Sabine Minninger, Klimaexpertin bei Brot für die Welt.

Dennoch müssten für Anpassung an die Folgen des Klimawandels in den ärmsten Ländern weiter öffentliche Mittel bereitgestellt werden. „Die reichen Staaten dürfen sich nicht aus der Verantwortung ziehen.“ Bisher hätten sie weniger als 20 Prozent der notwendigen Mittel zugesagt.

Christoph Bals von der Entwicklungsorganisation Germanwatch sagte, man hoffe bei dem Gipfel darauf, dass weitere Staaten der globalen Allianz zum Kohleausstieg beiträten und sich eine Gruppe von Vorreitern verpflichte, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen - also nicht mehr klimaschädliche Treibhausgase auszustoßen, als etwa durch Wälder aus der Atmosphäre geholt werden können.

In Paris sind auch zahlreiche weitere Ankündigungen von Staaten, Unternehmen und anderen Akteuren zu erwarten. So wird damit gerechnet, dass die EU eine Investitionsinitiative vorstellt. Der dpa liegt auch der Entwurf einer Erklärung vor, mit der mehrere Staaten Druck auf die Schifffahrt machen wollen, ihre Emissionen zu senken.

Der Gipfel war auch als Signal nach der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump angekündigt worden, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen. Die USA werden bei dem „One Planet Summit“ nur auf Botschaftsebene vertreten sein. (dpa)

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