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Die Tür der Synagoge im Paulusviertel in Halle trägt immer noch die Spuren des versuchten Anschlages.
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Die Tür der Synagoge im Paulusviertel in Halle trägt immer noch die Spuren des versuchten Anschlages.

Rechtsterrorist Stephan B.

Polizistin hatte Brieffreundschaft mit Halle-Attentäter - Vom Dienst suspendiert

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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Lebenslang muss Stephan B., der antisemitische Rechtsterrorist, hinter Gitter. Eine Polizeikommissarin verharmlost seine Tat und beginnt eine Brieffreundschaft.

Halle - Am 9. Oktober 20219 versuchte der antisemitische Rechtsterrorist Stephan B. an Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, eine Synagoge im Paulusviertel in Halle mit Waffengewalt zu stürmen und die dort anwesenden Jüdinnen und Juden zu ermorden. Nachdem ihm das misslang, erschoss er vor dem Gebäude die Passantin Jana Lange und kurz darauf in einem Döner-Imbiss Kevin Schwarze. Für seine Taten wurde er zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Eine junge Polizeikommissarin aus Bitterfeld soll jedoch Verständnis für den Rechtsterrorist gehabt haben. Wie verschiedene Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung und der WDR, übereinstimmend berichten, habe die Beamtin eine monatelange Brieffreundschaft mit Stephan B. gepflegt. Jetzt wurde die Frau vom Dienst suspendiert; das Innenministerium hat sich den Berichten zufolge noch nicht zu dem Vorgang geäußert.

Attentäter von Halle Stephan B.: Polizistin zeigt Verständnis

Ihre Briefe an den zu lebenslanger Haft verurteilten Attentäter sind demnach bei Durchsuchungen seiner Zelle gefunden worden. Bereits im Sommer soll die Polizistin gegenüber Kollegen die Tat von Stephan B. relativiert und sich positiv über ihn geäußert haben. Dennoch sei lange Zeit im Kollegenkreis unbemerkt geblieben, dass die Beamtin große Sympathien für den Rechtsterrorist entwickelt hatte. Für ihre Brieffreundschaft mit dem verurteilten Attentäter soll sie einen falschen Namen und eine falsche Adresse verwendet haben.

Die Polizistin, die im Revier in Bitterfeld Dienst getan haben soll, sei beruflich nicht speziell mit Ermittlungen gegen Terrorismus oder andere Hassverbrechen betraut gewesen, auch nicht mit dem Schutz jüdischer Einrichtungen.

Halle-Attentäter Stephan B. wegen Mordes und versuchten Mordes schuldig

Stephan B. war im Dezember 2020 vom Oberlandesgericht Naumburg zu einer lebenslangen Haftstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn wegen Mordes in zwei Fällen und versuchten Mordes in mehr als 55 Fällen schuldig. (ktho)

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