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Zwei Polizisten bei der Rechten-Demonstration "Wir für Deutschland" am Tag der deutschen Einheit in Berlin.

Dortmund

Rechtsextreme Demonstranten greifen Polizei an

Teilnehmer einer Kundgebung von Rechtsextremen in Dortmund haben die Polizei und Gegendemonstranten mit Feuerlöschern angegriffen. Rund 60 Neonazis hatten sich zuvor auf dem Dortmunder Nordmarkt versammelt.

Teilnehmer einer Kundgebung von Rechtsextremen in Dortmund haben die Polizei und Gegendemonstranten am Mittwoch mit Feuerlöschern angegriffen. Die acht Tatverdächtigen seien wieder auf freiem Fuß, sagte eine Sprecherin der Polizei Dortmund am Donnerstagmorgen. Sie waren festgenommen worden, um ihre Identität festzustellen. Unter den Männern befinde sich auch ein Stadtratsmitglied und Vorstandsmitglied der Partei „Die Rechte“. Die Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, des Angriffs auf Polizeibeamte und des Landfriedensbruchs laufen.

Einsatzkräfte und Demonstranten mit Feuerlöschern attackiert

Die Männer attackierten nach Polizeiangaben bei ihrer Abreise aus einem Kleinbus Einsatzkräfte und Gegendemonstranten mit Pulverstößen aus Feuerlöschern. Bei der Kundgebung der Rechtsextremen mit 25 Teilnehmern hätten 150 Menschen "laut, deutlich, bunt und friedlich" ihren Unmut über rechtsextremistische und verfassungsfeindliche Umtriebe zum Ausdruck gebracht, erklärte die Polizei.

Rund 60 Neonazis hatten sich zuvor auf dem Dortmunder Nordmarkt versammelt. Zu einer spontanen Gegendemo kamen laut Polizei rund 250 Menschen. Ein Gegendemonstrant sei festgenommen worden, weil er die Teilnehmer der rechtsextremen Demonstration mit Pferdemist beworfen habe. Ein älterer Mann mit Rollator sei hingefallen, aber unverletzt geblieben, hieß es. Zwei Polizeipferde rutschen den Angaben zufolge aus, eines verletzte sich schwer, eines leicht. (epd)

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