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Truppen der Türkei in Syrien. Um illegale Grenzübertritte zu vermeiden, soll das Militär an der Grenze zum Iran verstärkt werden.
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Truppen der Türkei in Syrien. Um illegale Grenzübertritte zu vermeiden, soll das Militär an der Grenze zum Iran verstärkt werden.

Konflikt in Afghanistan

Türkei sendet zusätzliche Streitkräfte an die Grenze zum Iran 

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Sicherheitsmaßnahmen gegen „Schmuggler“ und „Terroristen“: Die Türkei verstärkt ihre Truppen zur Überwachung der iranischen Grenze.

Ankara – Die Türkei hat zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zum Iran getroffen. Konkret geht es dabei um aktuelle Entwicklungen in Afghanistan, die einen neuen Strom von Geflüchteten auslösen könnten. Um dies zu verhindern, habe man zusätzliche Maßnahmen ergriffen, berichtet das Nachrichtenportal Hurriyet.

„Wir haben zusätzliche Maßnahmen an der Grenze zum Iran ergriffen. Die Grenze wurde mit Truppen und Sicherheitssystemen verstärkt. Wir werden weiterhin zusammen mit den relevanten Ministerien, insbesondere dem Innenministerium zusammenarbeiten, an dem Sicherheitskonzept arbeiten“, sagte Verteidigungsminister Hulusi Akar aus dem Kabinett von Recep Tayyip Erdogan am Montag (26.07.2021).

Türkei: Über 1000 bis 1500 Geflüchtete aus Afghanistan pro Tag

Mit dem Truppenabzug der USA gewinnen die Taliban in Afghanistan an Boden. Die Türkei sei eines der ersten Anlaufländer für afghanische Geflüchtete. Der Strom von Menschen, die Afghanistan verlassen, wachse jeden Tag. Etwa 1.000 bis 1.500 Geflüchtete überqueren die türkische Grenze laut Informationen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Außerdem würden Schmuggler bis zu 3.000 Dollar für eine Reise in die Türkei verlangen. Um illegale Grenzübertritte zu vermeiden, laufe die Arbeit an einer Sicherheitsmauer in der türkischen Provinz Van auf Hochtouren. Die Provinz grenzt an den Iran, über den afghanische Geflüchtete in die Türkei fliehen können.

Darüber hinaus sollen Gräben über eine Länge von 110 Kilometern gezogen worden sein. Zusätzlich sollen über 103 Sicherheitstürme, von denen sich einige noch in der Konstruktion befinden, gebaut worden sein. „Unsere administrativen Prozeduren schreiten entschlossen voran, um alle Arten von Schmuggel, Terrorismus oder illegaler Immigration zu verhindern“, betonte Yusuf Durani Dinç, Gouverneur der Stadt Çaldıran in der türkischen Provinz Van.

Recep Tayyip Erdogan: Innenpolitischer Druck wegen afghanischer Migranten

Geflüchtete, die beim illegalen Grenzübertritt in die Türkei erwischt werden, müssen zurück in den Iran. Trotzdem würden es viele Menschen schaffen, da die türkisch-iranische Grenze groß und für Sicherheitskräfte schwierig zu überwachen ist. Türkische Bürger betrachten die Migranten aus Afghanistan mit großer Skepsis. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan sehe sich daher steigendem Druck ausgesetzt, afghanische Migranten aus der Türkei fernzuhalten. (Marvin Ziegele)  

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