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Vor einem Jahr trafen sich die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, und der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, noch persönlich. Am Freitag diskutierten sie während einer Videokonferenz über die Lage im östlichen Mittelmeer. (Symbolfoto)
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Vor einem Jahr trafen sich die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, und der türkische Präsident, Recep Tayyip Erdogan, noch persönlich. Am Freitag diskutierten sie während einer Videokonferenz über die Lage im östlichen Mittelmeer. (Symbolfoto)

Östliches Mittelmeer

EU appelliert im Gasstreit an türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan

  • Ute Fiedler
    VonUte Fiedler
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Eine Woche vor dem Gipfeltreffen der EU-Führungsspitzen sucht die EU das Gespräch mit Recep Tayyip Erdogan und fordert ihn auf, im Gasstreit einzulenken.

  • Die EU hat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan über die Lage im östlichen Mittelmeer diskutiert.
  • Kommende Woche treffen sich die Führungsspitzen der EU. Ein Thema: Sanktionen gegen die Türkei.
  • News zu Recep Tayyip Erdogan finden Sie auf unserer Themenseite.

Brüssel/Ankara - Eine Woche vor dem Gipfeltreffen der EU-Führungsspitzen in Brüssel hat die EU hat mit der Türkei über die Lage im östlichen Mittelmeer diskutiert und weitere Schritte zur Entspannung des Verhältnisses gefordert. Während einer Videokonferenz am Freitag (19.03.2021) mit dem türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan habe man „die Bedeutung einer nachhaltigen Deeskalation und einer weiteren Stärkung der Vertrauensbildung“ betont, erklärten EU-Ratspräsident Charles Michel und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen laut Nachrichtenagentur „AFP“. Diese Schritte seien nötig, „um eine positivere EU-Türkei-Agenda zu ermöglichen“. Über diese soll in der kommenden Woche während des EU-Gipfels entschieden werden.

Konkret ging es in dem Gespräch um den Streit um Erdgasvorkommen zwischen der Türkei und den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern. Seit der Entdeckung großer Erdgasvorkommen im östlichen Mittelmeer gibt es einen Konflikt zwischen den Ländern. Sowohl die Türkei, Griechenland als auch Zypern erheben Anspruch auf die betreffenden Seegebiete.

EU-Gespräch mit Erdogan: Lösung des Zypern-Konflikts

Darüber hinaus ging es in dem Gespräch mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan laut „AFP“ um eine Lösung des Konflikts um die geteilte Mittelmeerinsel Zypern und die anstehenden Gespräche. Auch die Lage der Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei sei thematisiert worden, ebenso wie ein möglicher Besuch von Charles Michel und Ursula von der Leyen nach dem EU-Gipfel in der kommenden Woche.

Während dem Gipfel wollen die EU-Staats- und Regierungschefs eine Bilanz der Beziehungen zur Türkei ziehen. Darüber soll laut „AFP“ der weitere Kurs abgesteckt werden, auch mögliche Sanktionen könnten wieder diskutiert werden.

Wegen des Gasstreits hatte die EU Ankara im vergangenen Jahr mit weiteren Sanktionen gedroht, sich allerdings vorerst dagegen entschieden, als die Türkei sich in der Zypern-Frage gesprächsbereit gezeigt hatte.

EU könnte Zollunion wieder auf Türkei ausweiten

EU-Diplomaten zufolge könnten laut „AFP“ einerseits Gespräche über die Ausweitung der Zollunion wieder aufgenommen werden – ein Schritt, den Präsident Recep Tayyip Erdogan begrüßen dürfte. Sein Land befindet sich derzeit in einer schweren Wirtschafts- und Finanzkrise.

Falls die Türkei sich gesprächsbereit zeige und einlenke, könne sich die EU auch bereit erklären, die Versorgung der rund 3,7 Millionen Flüchtlinge aus Syrien in der Türkei weiter mitzufinanzieren, heißt es. 2016 waren Ankara im Flüchtlingspakt sechs Milliarden Euro zugesagt worden, die jedoch weitestgehend ausgegeben oder bereits fest eingeplant seien. Konkrete Zahlen über ein neues Milliardenpaket gebe es laut AFP in Brüssel bislang noch nicht. (afp, uf)

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