Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l) und Irans Präsident Hassan Rohani (r).
+
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (l) und Irans Präsident Hassan Rohani (r).

Türkischer Präsident

„Günstige Gelegenheit“ - Erdogan mischt sich in Atomstreit zwischen Iran und USA ein

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
    schließen

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan tritt mit Hassan Rohani, Präsident des Iran, in Kontakt. Grund sind der Atomstreit und die Sanktionen der USA. 

Ankara – Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat am Sonntag mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rohani telefoniert. In dem Gespräch ging es vor allem um den Atomstreit zwischen den USA und dem Iran, der erst kürzlich durch die Behinderung der Internationalen Atomenergiebehörde bei Kontrollen durch den Iran neu entflammte. 

Erdogan sagte, er sehe nun eine „günstige Gelegenheit“, sowohl für den Iran als auch die USA, die gegen den Iran verhängten Sanktionen wieder aufzuheben. Erdogan betonte auch, dass er das Aufheben der Sanktionen eindeutig begrüße, wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet. 

Iran: Erdogan für Aufhebungen der Sanktionen im Atomstreit

Erdogan sagte, es wäre der vernünftigste Kurs für alle an dem Atomstreit beteiligten Parteien, zu den Ursprüngen des Atomabkommens zurückzukehren und stets den Dialog offenzuhalten“, heißt es in einer Mitteilung des türkischen Präsidentenbüros. 

Die Nuklearvereinbarung soll den Iran am Bau von Atomwaffen hindern. Der frühere US-Präsident Donald Trump verwarf die unter seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelte Vereinbarung jedoch als völlig unzulänglich und kündigte sie 2018 auf. Danach ließ Trump eine Serie von Sanktionen gegen den Iran verhängen, unter denen die Wirtschaft des Landes massiv leidet. Teheran hat sich seinerseits seither schrittweise von seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen zurückgezogen.

Atomabkommen soll Iran am Bau einer Atombombe hindern

Die Türkei, die erst im vergangenen Jahr wegen des Kaufs von russischen Verteidigungssystemen von den USA sanktioniert wurde, forderte wiederholt die Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran und eine Rückkehr zum Atomabkommen.

Der neue US-Präsident Joe Biden hat sich bereit erklärt, zu dem Atomabkommen zurückzukehren. Derzeit streiten Washington und Teheran jedoch darum, wer den ersten Schritt zur Neubelebung des Abkommens tun soll. Der Iran macht die Aufhebung von US-Sanktionen zur Vorbedingung dafür, dass das Land sich wieder in vollem Umfang an das Abkommen hält. Die neue US-Regierung wiederum verlangt, dass Teheran die Vereinbarung wieder einhält, bevor Strafmaßnahmen aufgehoben werden. (Marvin Ziegele)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare