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Der britische Premierminister Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während eines Nato-Gipfels im Jahr 2019.
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Der britische Premierminister Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan während eines Nato-Gipfels im Jahr 2019.

Türkei

Erdoğan und Johnson: Türkei baut im Zypern-Konflikt auf britische Unterstützung

  • Marvin Ziegele
    VonMarvin Ziegele
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Großbritanniens Premier Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan haben sich viel zu sagen – vor allem über den Zypernkonflikt. 

  • Der britische Premierminister und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan führten ein Gespräch via Telefon.
  • Vor allem der Zypernkonflikt war Gegenstand des Gesprächs. Erdoğan begrüßt die britischen Ansichten.
  • Erdogan-News: Alle Informationen rund um den Präsidenten der Türkei auf unserer Themenseite.

Ankara/London – Der britische Premierminister Boris Johnson und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan haben miteinander telefoniert. In dem Gespräch zwischen Länderchefs ging es um verschiedene Dinge – von Tourismus, Verteidigung, der Agrarkultur, der Corona-Pandemie bis zu der Verbesserung der Beziehung zwischen Türkei und Großbritannien. Doch vor allem ein Thema dominierte die Debatte.

Recep Tayyip Erdogan: Begrüßung der Zwei-Staaten-Lösung

Während des Gesprächs betonte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, dass er die britischen Beziehungen im Zypern-Konflikt befürworte. Eine Zwei-Staaten-Lösung würde für alle Beteiligten eine Win-win-Situation ergeben. Das eigentliche Ziel der UN ist es, die Insel in Form einer Föderation oder Konföderation wiederzuvereinigen. Dabei soll es zwei politisch gleichberechtigte Teilstaaten geben, einen türkisch-zyprischen im Norden und einen griechisch-zyprischen im Süden.

Zypern-Konflikt
Startdatum1974
Grund für KonfliktZwei Staaten auf Zypern (türkisch/griechisch)
LösungBisher keine politische, UN will Wiedervereinigung durch Föderation

Die Vermittlungen werden jedoch erschwert, weil Erdogans AKP und die türkischen Zyprer auf eine Zwei-Staaten-Lösung setzen - mit der Begründung, dass Jahrzehnte der Vermittlungsversuche mit anderen Lösungsansätzen nicht gefruchtet hätten. Diesen Punkt nutzt Erdoğan auch, um auf die aus Sicht der Türkei „aggressive“ Vorgehensweise Griechenlands zu kritisieren. Erst kürzlich warf die Türkei Griechenland vor, Kriegsschiffe nahe der türkischen Grenze positioniert zu haben. Von Griechenland liegt noch keine Bestätigung für den Vorwurf vor.  Erdoğan betonte, dass die Türkei eine „ruhige Einstellung“ behalte und weiterhin auf Gespräche mit Griechenland setzen wolle.

Zypern-Konflikt mit der Türkei: „Es gibt eine echte Chance, die genutzt werden muss“

Die anstehenden Gespräche zum Zypern-Konflikt in der kommenden Woche könnten nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell ein Schritt zur Überwindung der Teilung der Insel sein. „Es gibt eine echte Chance, die genutzt werden muss“, twitterte Borrell nach einem Treffen mit dem zyprischen Präsidenten Nikos Anastasiades am Freitag aus der Inselhauptstadt Nikosia. Anschließend wollte Borrell im türkisch-zyprischen Norden der Insel den Präsidenten der nur von der Türkei anerkannten Türkischen Republik Nordzypern, Ersin Tatar, treffen. Im Jahr 2017 waren die UN-Bemühungen zur Überwindung des Konflikts hauptsächlich an der Frage des Abzugs von rund 35 000 türkischen Soldaten aus dem Norden der Insel gescheitert. (Marvin Ziegele)

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