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Trauerfeier in Abu Dhabi: Erdogan reist in die Emirate

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist zur Beerdigung des verstorbenen Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan, nach Abu Dhabi gereist.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan begrüßt den verstorbenen Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed Al Nahyan. © Depo Photos/Imago Images

Präsident Erdogan reist schon zum zweiten Mal in diesem Jahr in die Vereinigten Arabischen Emirate.

Abu Dhabi – Präsident Recep Tayyip Erdogan in nach Abu Dhabi gereist, um an der Bestattung des langjährigen Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Chalifa bin Sajid Al Nahjan, teilzunehmen. Über Twitter sendete Erdogan im Vorfeld bereits Grüße „an das Brudervolk“ der Vereinigten Arabischen Emirate.

Das klang im August 2020 noch anders. Damals hatte Erdogan dem Emirat gedroht, den türkischen Botschafter abzuziehen. Grund für das Zerwürfnis war die Einigung von Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen. Das Abkommen war unter der Vermittlung des damaligen Präsidenten Donald Trump zustande gekommen.

Recep Tayyip Erdogan: Enge Verbindung zwischen VAE und Türkei

Grundlage war ein Friedensplan von Trump. Demnach kann Israel sich rund 30 Prozent des 1967 im Sechstagekrieg eroberten Westjordanlands einverleiben. Die restlichen 70 Prozent sollen Teil eines Palästinenserstaates werden, allerdings unter strengen Auflagen. Die palästinensische Autonomiebehörde lehnt den Plan ab.

Auch die Türkei gehört zu den Kritikern der Einigung. Präsident Recep Tayyip Erdogan hatte damals mit dem Abzug seines Botschafters gedroht. „Wir sind auf der Seite des palästinensischen Volkes“, sagte Erdogan damals.

Im vergangenen Februar hatte Al Nahjan die Türkei besucht. Seither haben sich die Beziehungen beider Seiten verbessert. Erdogan braucht angesichts schlechter Wirtschaftszahlen dringend Investoren. Eine Inflation von knapp 70 Prozent und ein Verfall der Türkischen Lira könnte bei den Wahlen im kommenden Jahr zum Problem für Erdogan werden. (Erkan Pehlivan)

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