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Rasche Antwort an Schleyer-Entführer

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"Wesentliche Mitteilung" für die Terroristen bei dem Genfer Rechtsanwalt Denis Payot hinterlegt

Von unserem Korrespondenten Volkmar Hoffmann

BONN. Genau fünf Wochen nach der Schleyer-Entführung scheinen die Bemühungen der Bundesregierung um eine Befreiung des Arbeitgeberverbandspräsidenten einer schnellen Entscheidung entgegenzutreiben. Von den Sicherheitsbehörden wurde am Montagvormittag eine - wie es heißt - "wesentliche Mitteilung" für die Terroristen bei dem Genfer Rechtsanwalt Denis Payot hinterlegt.

Der sogenannte große Krisenstab trat am Nachmittag unter Leitung von Bundeskanzler Helmut Schmidt zusammen. Bei den Beratungen ging es um den am Freitag bei der Pariser Zeitung "Liberation" und weiteren Zeitungen eingegangenen dreiseitigen Schleyer-Brief, in dem der Entführte auf eine baldige Entscheidung drängte. Gerüchte, wonach der Staatsminister im Bundeskanzleramt, Hans-Jürgen Wischnewski, am Montag erneut nach Algier geflogen sei, um bei der dortigen Regierung die Frage einer möglichen Aufnahme freigepreßter Terroristen-Häftlinge zu erkunden, wurden von Regierungssprecher Klaus Bölling dementiert.

FR vom 11. Oktober 1977

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