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Von der Normalität entfernt

Ramadan in Corona-Pandemie – Pilger in Mekka müssen Abstandsregeln einhalten

  • Sophie Vorgrimler
    vonSophie Vorgrimler
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  • Ute Fiedler
    Ute Fiedler
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Im Fastenmonat Ramadan müssen viele Muslime weltweit auf gemeinsames Beten und Speisen verzichten. Auch in der heiligen Stadt Mekka ist das spürbar.

Update vom Mittwoch, 14.04.2021, 10.51 Uhr: Für zahlreiche Muslime auf der ganzen Welt hat am Dienstag (13.04.2021) der Ramadan begonnen. Das Fasten während des Ramadans ist eine der fünf Säulen des Islam, der üblicherweise von gemeinsamen Gebeten und der Haddsch, der Reise nach Mekka, geprägt ist. Doch auch in Mekka gelten unter Corona-Bedingungen andere Regeln.

Wie das Nachrichtenportal „Al Jazeera“ berichtet, sind trotz der erschwerten Bedingungen viele Muslime nach Mekka gereist, um zu beten. Ein Bild zeigt Betende um die heilige Kaaba, nach islamischer Vorstellung das „Haus Gottes“ in der Heiligen Moschee in Mekka, die an Social-Distancing-Regelungen halten, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Gläubige Muslime beten verteilt um die Kaaba in Mekka.

Im Gegensatz zum Jahr 2020, in dem der Ramadan mitten in den Höhepunkt des Ausbruchs der Corona-Pandemie fiel, sind weltweit gemeinsame Gebete unter Einhaltung strikter Abstandsregelungen möglich. Trotzdem ist der Ramadan auch 2021 weit von der gewohnten Normalität entfernt.

Ramadan in Corona-Pandemie – Ausgangssperre statt Zuckerfest und Moschee

Update von Dienstag, 13.04.2021, 13.30 Uhr: Der Fastenmonat Ramadan beginnt am Dienstag – und wird das zweite Mal in Folge unter den Sonderbedingungen durch das Coronavirus geprägt sein. Viele Staaten haben, wie in Deutschland in der vergangenen Weihnachtszeit, spezielle Einschränkungen verhängt. Sonderregeln gelten besonders in mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern.

Normalerweise ist der Fastenmonat weltweit von gemeinsamen Gebeten und Speisen im großen Kreis geprägt. Doch Zusammenkünfte von Familien, Freunden und Nachbarn zu Moscheebesuchen und gemeinschaftlichen Festessen werden in diesem Jahr erneut nicht stattfinden können.

Keine Feste im Ramadan: Viele Länder haben Corona-Ausgangssperren verhängt

So wurden Gläubige in vielen Ländern explizit dazu aufgerufen, für Gebete zu Hause zu bleiben – mancherorts gelten nächtliche Ausgangssperren.

Während des Fastenmonats Ramadan verzichten die meisten Gläubigen einen Monat lang von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen und Trinken, haben keinen Geschlechtsverkehr und rauchen nicht. Das Fasten im Ramadan zählt als eine der fünf Säulen des Islam zu den Grundpflichten der Gläubigen. Am Ende des Fastenmonats steht das Fastenbrechen oder Zuckerfest. Auch dieses wichtigste Fest der Muslime kann in diesem Jahr wegen Corona erneut nicht stattfinden.

Türkei plant Verschärfung der Corona-Maßnahmen während Ramadan

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will im Fastenmonat Ramadan die Corona-Maßnahmen verschärfen. (Symbolfoto)

Erstmeldung von Montag, 12.04.2021: Istanbul - Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, will die türkische Regierung um Präsident Recep Tayyip Erdogan die Sicherheitsmaßnahmen während des Fastenmonats Ramadan verschärfen. Wie die türkische Zeitung „Hürriyet“ berichtet, werde derzeit über einen möglichen Lock- und Shutdown diskutiert, um die stark steigende Anzahl der mit dem Coronavirus Infizierten zu begrenzen. Eine Entscheidung wird noch in dieser Woche erwartet. Der Ramadan beginnt bereits am Dienstag (13.04.2021).

Ein möglicher Shutdown, so „Hürriyet“, werde mehrere Maßnahmen mit sich bringen. So sollen Restaurants und Cafés sowie auch Friseursalons und Fitnessstudios geschlossen werden. Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte die Türkei diese Schritte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie umgesetzt.

Corona-Pandemie

Alle Informationen zu Sars-CoV-2 finden Sie auf unserer Themenseite Corona-News.

Corona-Pandemie: Türkei plant Wochenend-Lockdowns

Während eine finale Entscheidung noch aussteht, hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan laut „Hürriyet“ bereits Wochenend-Lockdowns angekündigt, während der die Menschen ihre Wohnungen nicht verlassen sollen. Restaurants dürfen zudem während des Ramadan ihre Speisen nur zum Mitnehmen anbieten. Die Wochenend-Lockdowns gelten in Provinzen mit einer hohen Inzidenz von Freitag, 21 Uhr, bis Montag, 5 Uhr.

Während des Ramadan verzichten gläubige Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Abends kommen sie zum Fastenbrechen zusammen, meist in großem Kreis. Der Ramadan in diesem Jahr dauert vom 13. April bis 12. Mai.

Bereits am vergangenen Wochenende sollten Millionen Menschen in insgesamt 58 Provinzen zu Hause bleiben, unter anderem in Istanbul, wie Hürriyet berichtete. Allerdings sei es zu zahlreichen Verstößen gekommen. Touristen sind von der Ausgangssperre ausgenommen.

Die Anzahl der Corona-Fälle ist in der Türkei stark angestiegen - vor allem in Istanbul

Die Anzahl der Corona-Fälle in Istanbul hat sich laut „Hürriyet“ im Vergleich zu Anfang März fast verzehnfacht. Die Stadt mache inzwischen rund 40 Prozent aller im Land registrierten Covid-19-Fälle aus, erklärte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca.

Die Situation in Istanbul bestimme die Corona-Situation im Land. „Wenn wir Istanbul schützen können, dann können wir das Land schützen“, schrieb Koca am 9. April auf Twitter. 85 Prozent der registrierten Corona-Fälle seien auf Mutationen zurückzuführen, erläuterte Koca. (uf/sf mit AFP/dpa)

Rubriklistenbild: © AFP

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