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Attacke am Gleis am Frankfurter Hauptbahnhof.

Tod eines Achtjährigen

Rätsel um Kamera-Panne

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Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen soll die Kamera defekt gewesen sein oder zumindest keine brauchbaren Bilder geliefert haben. Die Deutsche Bahn widerspricht.

Nach der Tötung eines achtjährigen Jungen im Frankfurter Hauptbahnhof ist ein Streit unter Experten über etwaige Sicherheitspannen entbrannt. Ein Sprecher der Deutschen Bahn widersprach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass die Kamera, die den Tatort von Gleis 7 abdeckte, defekt gewesen sei. Allerdings konnte er nicht sagen, ob die Videos aus dieser Kamera tatsächlich die Tat aufgezeichnet hätten. „Die Aufnahmen auszuwerten, ist Sache der Bundespolizei, darüber haben wir keine Kenntnis“, sagte der Bahnsprecher. Bei der Bundespolizei wollte man sich mit dem Hinweis auf das laufende Verfahren nicht zu dem Vorgang äußern. Nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ aus Ermittlerkreisen soll die Kamera defekt gewesen sein oder zumindest keine brauchbaren Bilder geliefert haben.

Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Nadja Niesen, sagte auf Anfrage, man habe Videomaterial gesichert. Näheres sagte sie dazu nicht. Auch wollte sie nicht beantworten, ob die Kamera, die auf Gleis 7 gerichtet war, zum Tatzeitpunkt funktionierte oder nicht. Aus Kreisen von DB-Mitarbeitern wurde inzwischen eine neue Version öffentlich. Demnach konnte die Kamera angeblich keine Tatortbilder liefern, weil Säulen das Blickfeld zum Geschehen verdeckten.

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