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US-Angriff auf Miliz im Irak

Raktenangriff

Rache für Angriffe im Irak

US-Streitkräfte beschießen pro-iranische Miliz, mehrere Menschen sterben.

Mit mindestens fünf schweren Boden-Boden-Raketen hat das im Irak stationierte US-Militär in der Nacht zu Freitag auf den tödlichen Raketenschlag gegen die internationale Basis in Tadschi vom Vortag reagiert. Dort waren 18 Raketen niedergegangen. Eine britische Soldatin, ein US-Soldat und ein US-Bürger, der für eine private Partnerfirma der US-Armee gearbeitet hatte – eventuell ein Söldner –, wurden dabei getötet; es gab 14 Verletzte.

Bei dem vom Pentagon als „direkte Antwort“ umschriebenen Vergeltungsangriff sollen Waffenlager der pro-iranischen Kataib-Hisbollah-Miliz in verschiedenen Landesteilen das Ziel gewesen sein. Die Miliz wird vom Iran ausgehalten, die Amerikaner sehen sie als mit die größte Bedrohung für ihre Sicherheit an. Sechs Iraker sollen bei den US-Angriffen umgekommen sein.

Für den Beschuss von Tadschi hat allerdings bisher niemand die Verantwortung übernommen. Die USA haben in der Vergangenheit aber immer wieder pro-iranische Milizen für solche Angriffe verantwortlich gemacht. Die jüngsten Attacken schüren Ängste, dass die Konflikte in der Region erneut eskalieren könnten. 

(afp/dpa)

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