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Mit Deutschlandflagge gegen Corona-Maßnahmen. Sogenannte „Querdenkende“ auf dem Weg nach Leipzig.
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Mit Deutschlandflagge gegen Corona-Maßnahmen. Sogenannte „Querdenkende“ auf dem Weg nach Leipzig.

Großeinsatz der Polizei

„Querdenken“-Demo in Leipzig – Autokorso wird zum Flop

  • Katja Thorwarth
    VonKatja Thorwarth
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In Leipzig ist wieder einmal Ziel sogenannter „Querdenken“-Proteste. Auch in Österreich und der Schweiz gehen Corona-Leugner gemeinsam mit Rechten auf die Straße. 

  • Der Umgang mit der Corona-Pandemie rief zahlreiche Protestierende in Leipzig auf den Plan.
  • Organisiert wurden die Demonstrationen von der sogenannten „Querdenken“-Bewegung.
  • An Gegenaktionen unter dem Motto „Querdenken ausbremsen“ beteiligten sich nach ersten Schätzungen der Polizei mehr als 1000 Menschen.

+++ 14.00 Uhr: Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ wertete die Aktionen als Erfolg. „Das war heute ein guter Tag für Leipzig, ein guter Tag für die Zivilgesellschaft“, schrieb Irena Rudolph-Kokot von diesem Bündnis auf Twitter. Leipzigs Polizeipräsident René Demmler zog ein positives Resümee des Einsatzes. „Wir konnten ein konfrontatives Zusammentreffen, das auch den Infektionsschutz nicht gerecht geworden wäre, verhindern“, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“ (Online). 
 

„Querdenken“-Demo in Leipzig: Autokorso wird zum Flop - 350 anstatt 1500 Autos

Update vom Sonntag, 07.03.2021, 07.00 Uhr: Auch in Wien haben Menschen am Samstag gegen die Corona-Maßnahmen der Regierung demonstriert. Nach Angaben der Polizei gab es mehrere Festnahmen wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen. Die rechte FPÖ veranstaltete Kundgebungen und forderte den Rücktritt der Regierung von Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP).

In der Schweiz gingen am Samstag tausende Menschen gegen die Corona-Auflagen auf die Straße. Wie die Nachrichtenagentur SDA meldete, zogen mehr als 4000 Demonstranten durch die Stadt Chur. Einige hielten Protest-Plakate mit Aufschriften wie „Stopp Diktatur“ oder „Finger weg von unseren Kindern“ in die Höhe.
 
 

„Querdenken“-Demo in Leipzig: Polizei nennt weitere Details

+++ 18.30 Uhr:  Nach rund sechs Stunden ziehen die ersten Autokorsos aus Leipzig ab. Gegner der Corona-Maßnahmen haben für ihren Protest in Leipzig weit weniger Menschen mobilisieren können als angekündigt. Die Polizei sprach am Samstagnachmittag in einer ersten Schätzung von etwa 350 Fahrzeugen bei den verschiedenen Autokorsos, die sich auch aus anderen Städten Sachsens und Sachsen-Anhalts auf den Weg in die Messestadt gemacht hatten. Angemeldet waren etwa 1000 Fahrzeuge. Die Teilnehmer hatten Plakate an die Autoscheiben geheftet und dabei die Corona-Impfungen kritisiert.

„Querdenken“-Demo in Leipzig – Polizei spricht von 350 Fahrzeugen

Nach Angaben der Polizei hatten mehrere Teilnehmer an einem Startpunkt in Leipzig-Grünau ihre Autokennzeichen abgeklebt. Dagegen seien die Einsatzkräfte vorgegangen, hieß es.

An einem Gegenprotest beteiligten sich laut Polizei ersten Schätzungen zufolge mehr als 1000 Menschen in der Stadt. Sie machten sich unter dem Motto „Querdenken ausbremsen“ per Fahrrad und Motorrad aus verschiedenen Stadtteilen auf den Weg zum Augustusplatz im Zentrum. Dort gab es am Nachmittag eine Kundgebung.

„Querdenken“ mit Autokorso nach Leipzig: 1500 waren angekündigt - viel weniger kommen

+++ 17.15 Uhr: In Leipzig soll es im Zuge der Gegendemonstrationen gegen die Autokorsos der „Querdenken“-Gruppierungen zu mehreren Einkesselungen von Fahradfahrer:innen gekommen sein, wie Videos auf Twitter vermuten lassen.

+++ 16.30 Uhr: Der Autokorso aus Dresden hat die Stadt Leipzig erreicht. Blockaden gibt es offenbar keine. Auf der Hans-Driesch-Straße in Leipzig protestieren Gegendemonstranten jedoch gegen den Autokorso aus Lausen.

Autokorsos in Leipzig: „Querdenken“ erreicht die Stadt

+++ 16.03 Uhr: Der Autokorso der Organisation „Querdenken“ aus Dresden bewegt sich weiterhin nicht. Am Chausseehaus soll laut verschiedenen Beiträgen auf Twitter eine Fahrradgruppe der Gegendemonstrant:innen von ca. 15-20 Personen von der Polizei eingekesselt worden sein. Den Angaben zufolge sollen auch vereinzelt Personalien aufgenommen worden sein.

+++ 14.45 Uhr: Der Pressesprecher der Polizei Leipzig erwartet aktuell einen Korso mit insgesamt 300 Autos. Ursprünglich waren 1500 angekündigt worden. Dem stehen mehr als 2000 Radfahrer:innen gegenüber, die in kleinen Gruppen, gemeinsam mit dem Motorradclub „Coole Wampe“ den „Querlenkern“ (Leipziger Zeitung) entgegen fahren.

+++ 14.00 Uhr: Die Polizei Sachsen twittert, dass ein „Fahrradaufzug“ der Gegendemonstrant:innen als „verbotener Aufzug einklassifiziert“ wurde. Der Aufzug sei „umgehend zu beenden“.

Es sollten 1500 werden - und waren dann nur 300: Autos der sogenannten „Querdenkenden“ auf dem Weg nach Leipzig.

„Querdenken“ wollen mit Autokorso nach Leipzig: Nur um die 50 Autos aus Dresden

+++ 13.00 Uhr: Aktuell sind in Leipzig noch keine sogenannten „Querdenken“-Autokorsos angekommen. Allerdings sollen sich am Kulkwitzer See südöstlich von Leipzig mehr als 100 Autos eingefunden haben, obwohl mit 500 gerechnet wurde.

Am Leipziger Augustusplatz protestieren derzeit 1500 Menschen gegen den Autokorso.

+++ 12.40 Uhr: Wie die Polizei Sachsen mitteilt, sind mehrere Gegenproteste im Leipziger Stadtgebiet gestartet. Mehrere Hundert Menschen nehmen an einem Fahrradprotest teil. Weiter sollen sich an den verschiedenen Standorten in Leipzig derzeit zirka 500 Menschen versammelt haben, wie die Leipziger Zeitung vermeldet.

Von Dresden startete der sogenannte „Querdenken“-Autokorso nun Richtung Leipzig. Es sind weniger als erwartet - statt 100, sind es etwa nur 50 Autos.

„Querdenken“ plant Demo in Leipzig - Autokorso scheint zum Flop zu werden

+++ 12.25 Uhr: In Leipzig startet eine Motorraddemo als Gegenprotest zu den sogenannten „Querdenkenden“. Derweil beschweren sich Autokorso-Teilnehmende, dass die Stadt Leipzig die Route vorab veröffentlicht hat. Wie die LVZ berichtet, sind aus Naumburg von geplant 250 Autos lediglich 20 gestartet.

Mit Deutschlandflagge gegen Corona-Maßnahmen. Sogenannte „Querdenkende“ auf dem Weg nach Leipzig.

+++ 11.30 Uhr: Wie die Polizei Zwickau mitteilt, kamen in Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau)zunächst rund 100 Personen zusammen, um einen Autokorso zu starten. Ein Korso aus Plauen wurde hingegen wieder abgesagt. Sogenannte „Querdenkende“ haben sich auch in Dresden für ihre Fahrt nach Leipzig versammelt, es sollen um die 300 Autos sein.

„Querdenken“ plant Demo in Leipzig - Blockade verhindert Autokorso aus Halle

Update vom Samstag, 06.03.2021, 10.30 Uhr: Unter dem Hashtag #le0603 informieren sich die Leute auf Twitter über die aktuellen Ereignisse bezüglich der sogenannte „Quedrdenken“-Demo, die einen Autokorso nach Leipzig plant. Aus Halle wird berichtet, dass ein „Mini-Autokorso“ blockiert wurde. Die Polizei habe mitgeteilt, der Korso sei sodann abgesagt worden.

„Querdenken“-Demo in Leipzig: Großeinsatz der Polizei - Behörden fürchten das Schlimmste

Leipzig - Leipzig wird regelmäßig von bundesweit organisierten sogenannten „Querdenken“-Demonstrationen heimgesucht. Im November waren zwei Wochen hintereinander Proteste gegen die Corona-Politik eskaliert, Corona-Regeln wie Abstand halten und Maske tragen waren meist nicht eingehalten worden.

Am Samstag (06.03.2021) nun wird in Leipzig erneut eine Großlage erwartet. Mehrere Demonstrationen sind angekündigt, und aus verschiedenen Landesteilen sollen Autokorsos in die sächsische Großstadt führen. Gegendemonstrant:innen planen bereits Blockaden.

„Querdenken“ in Leipzig: „Unübersichtliches“ Demonstrationsgeschehen am Samstag erwartet

Die Behörden in Leipzig gehen von einem unübersichtlichen Demonstrationswochenende aus. Wegen der angemeldeten Autokorsos aus dem Umfeld der Corona-leugnenden „Querdenken“-Bewegung sowie der diversen Gegenproteste plant die Polizei am Samstag einen Großeinsatz.

Über das Landesinnenministerium in Dresden sei Unterstützung aus mehreren Bundesländern angefordert worden, erklärte eine Sprecherin der Leipziger Polizei am Donnerstag auf Anfrage von epd. Ziel sei es, die Versammlungsfreiheit sowohl für die Gegner:innen der Corona-Beschränkungen als auch für die Gegendemonstrant:innen zu gewährleisten.

„Querdenken“ in Leipzig - Hunderte Autos im kroso geplant

Aus dem Umfeld der „Querdenken“-Bewegung sind nach Angaben der Leipziger Stadtverwaltung mehrere Korsos mit Hunderten Autos angemeldet, die an verschiedenen Orten in Sachsen starten sollen. Laut der Polizeisprecherin sind daher etwa auch die Versammlungsbehörden in Chemnitz und Zwickau in die Vorbereitungen eingebunden. Die Entwicklung der An- und Abmeldungen von Versammlungen sei dynamisch, auch die jeweiligen Routen stünden noch nicht final fest. Die Polizei stelle sich aber in jedem Fall „auf erhebliche Verkehrsbehinderungen in ganz Leipzig und auch im Umkreis ein“,, sagte die Sprecherin.

Ursprünglich hatte eine aus dem „Querdenken“-Umfeld geplante Kundgebung auf der Leipziger Neuen Messe mit mehr als 1.000 angemeldeten Pkw stattfinden sollen. Diese wurde jedoch inzwischen abgesagt. Daher wird vonseiten der Gegendemonstrant:innen angenommen, dass die Gegner:innen der Corona-Maßnahmen und Corona-Leugner:innen, denen sich häufig auch die extreme Rechte anschließt, erneut den Innenstadtring zum Ziel haben könnten. Am 7. November 2020 hatten dort Zehntausende sogenannte „Querdenkende“ Polizeisperren durchbrochen und waren unerlaubt und unter Missachtung der Corona-Regeln um den Ring marschiert. Polizisten und Journalist:innen wurden angegriffen und zum Teil verletzt. Es gab mehrere Festnahmen.

Breites Bündnis ruft in Leipzig zum Gegenprotest gegen „Querdenken“ auf

Ein breites Bündnis, darunter Leipziger Vertreter:innen von Parteien, Gewerkschaften und Zivilgesellschaft, haben zum Gegenprotest am Samstag aufgerufen. Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ kündigte drei Fahrrad-Demonstrationen und einen Motorradkorso an. Diese sollen am Mittag in eine Kundgebung auf dem zentralen Augustusplatz münden. An dem Aufruf beteiligten sich auch Grüne und Linkspartei, die Gewerkschaft ver.di, der Verein für Zivilcourage „Erich Zeigner Haus“ und ein Motorradclub. Die Veranstalter:innen rechnen mit insgesamt rund 1.000 Teilnehmern. (Katja Thorwarth mit epd)

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