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Großbritannien: Verhaftungen von Anti-Monarchisten sorgen für Aufregung

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Von: Stefan Krieger

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Nach dem Tod von Königin Elizabeth II. - Trauerzug
Tausende Schotten nehmen beim Trauerzug in Edinburgh Abschied von Elizabeth II. © Jon Super/dpa

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II kommt es in Großbritannien zu Festnahmen von Gegner:innen der Monarchie.

Edinburgh – Wegen erfolgter Festnahmen mehrerer Monarchie-Gegner:innen während der Zeremonien nach dem Tod der Queen zeigen sich Fachleute besorgt über ein Klima der Einschüchterung in Großbritannien. Ruth Smeeth, die Chefin der Organisation Index on Censorship, bezeichnete die Ereignisse der BBC zufolge als „sehr besorgniserregend“ und forderte, die royalen Zeremonien dürften weder absichtlich noch unbeabsichtigt die Meinungsfreiheit der Menschen einschränken.

Zuvor waren in Schottland in den vergangenen Tagen zwei 22-Jährige wegen Landfriedensbruchs festgenommen worden, nachdem sie bei der Ausrufung des neuen Königs Charles III. sowie einem Trauerzug für die Queen protestiert hatten.

Trauer um die Queen: Polizei verweist Monarchie-Kritiker:innen des Platzes

Auch in der englischen Universitätsstadt Oxford gab es eine Festnahme. Außerdem zeigten Videoaufnahmen aus London, wie die Polizei eine Frau mit einem Schild mit der Aufschrift „Not my King“ (auf Deutsch: „Nicht mein König“) vom Eingang des Parlaments wegschickte.

Jodie Beck von der Organisation Liberty sagte der BBC zufolge, es sei sehr beunruhigend, dass die Polizei ihre Befugnisse in einer „hart durchgreifenden und bestrafenden Art und Weise“ nutze. „Die Möglichkeit zum Protest ist kein Geschenk des Staates, sie ist ein Grundrecht“, sagte Beck.

Rund 1.500 Militärangehörige werden neben der Polizei und zivilen Ordnungskräften in London zum Einsatz kommen, um den für die nächste Woche zu erwartenden Ansturm auf die britische Metropole zu bewältigen. Der neue Polizeipräsident der Metropolitan Police, Sir Mark Rowley, sagte, seine Behörde stehe vor einer „großen Herausforderung“. Und weiter: „Wir werden eine sichere Veranstaltung haben. Aber wir werden Tausende von Polizisten einsetzen, weil das Sicherheitsniveau so hoch ist und Millionen Menschen aus aller Welt der Queen ihren Respekt zollen wollen“.

Regierung betont „Grundrecht auf Protest“

Ein Sprecher von Premierministerin Liz Truss wollte sich nicht zu einzelnen Verhaftungen äußern, betonte jedoch laut BBC: „Ganz allgemein ist dies natürlich eine Zeit der nationalen Trauer für die Mehrheit, die große, große Mehrheit des Landes.“ Er stellte darüber hinaus aber klar, dass „das Grundrecht auf Protest ein Grundpfeiler unserer Demokratie bleibt.“ (skr/dpa)

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