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„Russische Welt schützen“: Putin setzt neue Doktrin in Kraft

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Von: Victoria Krumbeck

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Wladimir Putin hat eine neue Doktrin erlassen. Unter anderem zum Schutz sowie zur Förderung von Werten und Interessen der „russischen Welt“.
Der russische Präsident Wladimir Putin hat eine neue außenpolitische Doktrin erlassen. © Kremlin Pool/IMAGO

Der russische Präsident hat eine neue Doktrin erlassen. Sie soll unter anderem zum Schutz der russischen Bevölkerung im Ausland dienen.

München/Moskau - Wladimir Putin hat eine neue außenpolitische Doktrin gebilligt. Das 31-seitige Dokument schreibe weitreichende Ziele zum Schutz sowie zur Förderung von Werten und Interessen der „russischen Welt“ nieder, zitiert die The Washington Post aus dem Dokument. Nur wenige Wochen zuvor hatte der russische Präsident eine Marine-Doktrin gebilligt. In dieser benannte Putin die USA und die NATO als Gefahren für Russlands Sicherheit, berichtet merkur.de.

Nun geht es um die russische Bevölkerung im Ausland. Und im Umkehrschluss um Russlands Umgang mit den betroffenen Staaten. Zuletzt waren etwa nach einer Rede von Putins Außenminister Sergej Lawrow einmal mehr in Moldau Sorgen vor einem russischen Übergriff aufgeflammt.

Putin billigt neue Doktrin zum Schutz der „russischen Welt“

Die neue Doktrin zur russischen humanitären Politik im Ausland wurde auf dem offiziellen Portal für Rechtsinformationen veröffentlicht, wie die russische Staatsagentur Tass am Montag berichtete. Das Konzept besteht aus sechs Abschnitten.

Zunächst geht es um die allgemeinen Bestimmungen. Der zweite Abschnitt wird konkreter und widmet sich den russischen nationalen Interessen im humanitären Bereich im Ausland. Das Papier listet die Ziele, Aufgaben und Grundsätze der russischen humanitären Außenpolitik auf.

Einige davon könnten als Rechtfertigung für den Ukraine-Krieg gelesen werden: „Die Russische Föderation bietet ihren Landsleuten im Ausland Unterstützung bei der Einlösung ihrer Rechte, stellt den Schutz ihrer Interessen und die Bewahrung ihrer russischen kulturellen Identität sichern“, zitierte etwa die Nachrichtenagentur Reuters aus der von Putin abgesegneten Doktrin. Russland solle „die Traditionen und Ideale der russischen Welt schützen, sichern und befördern“.

Neue russische Doktrin: Förderung der Zusammenarbeit mit Indien und China

Die Doktrin befasst sich auch mit der humanitären Zusammenarbeit mit Russland in multilateralen und bilateralen Formaten. Dabei geht es laut der Washington Post vor allem um die Beziehung zu Indien, China und den slawischen Nationen. Im weiteren Teil des Dokuments geht es um den interkulturellen und interreligiösen Dialog. Außerdem behandelt es die Gestaltung und die grundlegenden Mechanismen zur Umsetzung der humanitären Politik im Ausland.

Durch die Unterstützung von Russen im Ausland stärke „Russland sein Image als demokratischer Staat in der internationalen Arena, der danach strebt, eine multipolare Welt zu bilden und seine kulturelle und zivilisatorische Vielfalt zu bewahren“, hieß es im Dokument. (vk)

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