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Russland

Putin will schärferes Waffenrecht

  • Stefan Scholl
    VonStefan Scholl
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Angriff auf Schule mit mehreren Toten hat politische Konsequenzen.

Heute werde er eine gewaltige Menge Biomüll töten und sich dann erschießen. „Ich bin wie Gott“, schrieb Ilnas Galjawijew am Dienstagmorgen auf Telegram. „Auf der Erde darf nichts Lebendiges übrig bleiben, das ist ein Fehler des Universums.“ Gegen 9.20 Uhr drang er dann in ein Gymnasium der tatarischen Hauptstadt Kasan ein und erschoss nach Angaben der Regierung der Wolgarepublik sieben Kinder und zwei Lehrerinnen. Die Staatsagentur Tass sprach von elf Todesopfern. Nach unterschiedlichen Angaben wurden 16 bis 32 Menschen verwundet. Laut den tatarischen Gesundheitsbehörden befanden sich von 18 verletzten Kindern am Nachmittag sechs in einem „äußerst schweren Zustand“.

Nach Angaben der Polizei handelte der 19-Jährige allein. Er habe sich mit mehreren Geiseln im dritten Geschoss des Schulgebäudes verbarrikadiert und sei von Einsatzkräften getötet worden. Das Medienportal RBK meldete unter Berufung auf Geheimdienstquellen, außerdem sei ein 41-jähriger Mann unter dem Verdacht der Komplizenschaft festgenommen worden.

Unklar ist, ob es bei der Attacke eine Explosion gab. Ein Video aus der Schule zeigte Korridore mit zertrümmerten Türen und Glassplittern. In einem anderen Video sieht man, wie Kinder im Erdgeschoss aus den Fenstern klettern und über einen Sportplatz davonlaufen, dann springen zwei Schüler aus dem dritten Stock, Gewehrschüsse dröhnen.

Ilnas Galjawijew war nach Medienangaben früher selbst Schüler des Gymnasiums. Eine ehemalige Klassenkameradin erzählte dem Portal ura.ru, er sei ein unauffälliger Einzelgänger gewesen. Das russische Antiterrorkomitee leitete Ermittlungen wegen „Mordes“ ein, was nicht für eine terroristische Tat sprach. Dafür spricht auch ein Video von Galjawijews Verhör. Dort schmäht er den Rest der Welt: „Ich hasse euch alle.“

Russlands Präsident Wladimir Putin ordnete nach dem Schusswaffenangriff am Dienstag eine Überarbeitung des Waffenrechts an. Der Präsident habe befohlen, „rasch eine neue Vorschrift auszuarbeiten hinsichtlich der Waffenarten, die in den Händen von Zivilisten sein dürfen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Dabei solle auch der Waffentyp berücksichtigt werden, der bei dem Angriff in der Schule in Kasan zum Einsatz gekommen war. mit afp

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