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„Toxische Männlichkeit“: Putins Machowahn als Grund für Ukraine-Invasion?

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Von: Helena Gries

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Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. © IMAGO/ZUMA Press

Der britische Premierminister Boris Johnson meint, dass es den Ukraine-Krieg nie gegeben hätte, wenn Russlands Präsident Wladimir Putin eine Frau wäre.

London/Moskau – Wenn der russische Präsident Wladimir Putin eine Frau wäre, wäre er nicht in die Ukraine einmarschiert - davon ist der britische Premierminister Boris Johnson überzeugt. Im Interview mit dem ZDF sagte er am Dienstag (28. Juni): „Wenn Putin eine Frau wäre, hätte er sich wohl kaum auf einen verrückten Machokrieg mit Invasion und Gewalt eingelassen, wie er es getan hat.“

Johnson warf damit die Frage auf, ob es den Ukraine-Krieg überhaupt geben würde, wenn eine Präsidentin in Russland an der Macht wäre. „Man braucht einfach mehr Frauen in Macht-Positionen“, sagte Johnson im Rahmen eines Gesprächs über die Gleichstellung der Geschlechter gegenüber dem ZDF.

Boris Johnson: Wladimir Putin als „perfektes Beispiel von toxischer Männlichkeit“

Nach dem G7-Gipfel in Bayern nannte der britische Premierminister im ZDF-Interview das Geschlecht des russischen Präsidenten als einen Faktor, der zum Ukraine-Konflikt beigetragen hat. „Wenn sie ein perfektes Beispiel haben wollen von toxischer Männlichkeit, dann haben wir es hier vor uns“, so Johnson.

Der britische Premierminister gerät immer wieder mit Aussagen im Ukraine-Konflikt in den Fokus der Medien. Erst kürzlich hatte er die Unterstützung für die Ukraine mit dem Kampf gegen Adolf Hitler verglichen. Der Preis für die Freiheit sei es wert, gezahlt zu werden, sagte Johnson.

Nach G7-Gipfel in Bayern: Boris Johnson bei Nato-Gipfel in Madrid

Wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtet, ist Johnson inzwischen zusammen mit Außenministerin Liz Truss zum Nato-Gipfel nach Madrid gereist. Hier will der britische Premierminister Medienberichten zufolge die anderen Mitglieder des Verteidigungsbündnisses auffordern, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen.

Beim Gipfeltreffen in Madrid stehen auch Gespräche über die Stärkung der Nato-Ostflanke auf der Tagesordnung. BBC-Berichten zufolge hat Großbritannien bereits eine bedeutende Militärpräsenz in Estland. Johnson wird das Treffen nutzen, um den britischen Militär-Hauptsitz in der baltischen Nation zu erweitern.

Rückblickend auf den G7-Gipfel in Bayern sagte Johnson, die Staats- und Regierungschefs der G7 wollen „verzweifelt“ ein Ende des Krieges in der Ukraine, derzeit sei aber „kein Abkommen verfügbar“. Jedoch sei der G7-Gipfel nach Angaben des britischen Premierministers auch ein Erfolg, da die Staats- und Regierungschefs einer Einigung „immer näher kamen“, heißt es in einem Bericht der BBC. (hg)

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