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Verbündeter attackiert Putin – und fordert Respekt für sein Land

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Von: Jan-Frederik Wendt

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Die Kritik an Wladimir Putin nimmt zu.
Die Kritik an Wladimir Putin nimmt zu. © Gavriil Grigorov/dpa

Wladimir Putin kämpft seit Wochen mit zunehmender Kritik. Nun hat ein Verbündeter den russischen Machthaber scharf angegriffen.

Moskau – Der Präsident Tadschikistans, Emomali Rahmon, hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf einem Gipfeltreffen zwischen Zentralasien und Russland in der kasachischen Hauptstadt Astana am Freitag (14. Oktober) scharf kritisiert. Das berichtet newsweek.com. Er warf Russland Respektlosigkeit gegenüber seinen Verbündeten in Zentralasien vor. Putin solle Tadschikistan mit Respekt behandeln und nicht wie eine ehemalige Sowjetrepublik. Russlands Präsident hatte an dem Gipfeltreffen teilgenommen.

Tadschikistan liegt in Zentralasien, zwischen Usbekistan und Kirgisistan, und war von 1929 bis 1991 eine von der Sowjetunion kontrollierte Republik. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärte das Land 1991 seine Unabhängigkeit und wird seit 1994 von Präsident Emomali Rahmon regiert.

Tadschikistan fordert Respekt von Russland

Rahmon fragte, warum sein Land Russland „anflehen“ müsse, an dem Forum in Tadschikistan teilzunehmen. „Ist es das, was Tadschikistan verdient, ein strategischer Partner“, so Rahmon und weiter: „Wir sind nicht 100 bis 200 Millionen, aber wir wollen respektiert werden. Ich bitte Sie, keine Politik gegenüber zentralasiatischen Ländern zu betreiben, als ob sie die ehemalige Sowjetunion wären“.

Wegen zunehmender Probleme im Ukraine-Konflikt hatten Russlands Verbündete Putin in den vergangenen Wochen kritisiert. Unter anderem wurde Putin im Internet verspottet, nachdem er auf einem Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) im Usbekistan offenbar längere Zeit auf die Staatschefs der Türkei, Aserbaidschans, Indien und Kirgistans warten musste.

„Was für eine Montage. Putin, der in der Vergangenheit auf seinen Machtausflügen ausländische Staatsoberhäupter (einschließlich Obama) warten ließ, bekommt nun eine Kostprobe seiner eigenen Medizin“, twitterte Bianna Golodryga von CNN damals auf die Bilder bezogen. „Von den Führern der Türkei, Aserbaidschans, Indiens und Kirgisistans.“ Anton Geratschenko, Berater des ukrainischen Innenministeriums, schloss sich den Worten auf Twitter an: „Früher hat Putin alle warten lassen, jetzt ist er derjenige, der unangenehm wartet. Die Zeiten haben sich geändert“. (jfw)

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