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Putin schickt „Panik“-Drohung an Ukraine: Atom-Bomber patrouillieren an Grenze

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Von: Tobias Utz

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Russland schickt an der Grenze zur Ukraine zahlreiche Militärflugzeuge in die Luft. Das ukrainische Militär sieht darin eine Provokation.

Moskau – Die russische Luftwaffe patrouilliert derzeit offenbar mit Militärflugzeugen des Typs „Tu-95“ nahe der Grenze zur Ukraine. Das stellt Angaben des ukrainischen Militärs zufolge eine Veränderung der Strategie in mehreren Regionen dar. Die Bomber wurden von den Streitkräften im Luftraum über den russischen Oblasten Orenburg, Samara und Saratow als auch über östlichen Regionen und dem Barentssee nahe Norwegen gesichtet.

Laut einer Mitteilung des ukrainischen Militärs sei das Ziel Russlands „Panik in der Bevölkerung zu verursachen“ und die „interne Situation“ in der Ukraine „zu destabilisieren“. „Es besteht die Gefahr, dass der Feind in naher Zukunft Raketen auf die kritische Infrastruktur der Ukraine und militärische Einrichtungen abschießt“, erklärte demnach Oleksiy Hromov, stellvertretender Leiter der Operativen Hauptabteilung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte.

Ukraine-Krieg: Patrouillen der russischen Luftwaffe als Drohungen?

Im Briefing mutmaßte Hromow zudem, dass die russischen Streitkräfte „Personal, Waffen und militärische Ausrüstung, Materialvorräte und technische Mittel zu den Flugplätzen von Millerowo, Rostow am Don und Taganrog“ bringen sollten.

Russland im Ukraine-Krieg
„Tu-95“-Bomber bei einer russischen Militärparade. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2018. (Archivfoto) © Yuri Kadobnov / AFP

Die „Tu-95“-Militärflugzeuge sind laut Angaben des Herstellers Topolew, „worauf sich ukrainische Medien beziehen, das führende Modell für den Transport von Atomwaffen mit großer Reichweite. Die Nato führt das Modell unter dem Codenamen „Bear“. Der ukrainische Oberst Mykola Danyliuk, der vom Nachrichtenportal Newsweek zitiert wird, erklärte, dass Russland damit begonnen habe, Raketen einzusetzen, die „eine nukleare Ladung tragen können“. Alle genannten Verantwortlichen der ukrainischen Armee wiederholten außerdem den Vorwurf, dass das russische Militär sehr gezielt die Infrastruktur in der Ukraine angreife – und somit den Tod zahlreicher Menschen aus der Zivilbevölkerung in Kauf nehme.

Russland im Ukraine-Krieg: Bomber werden offenbar auf Militärflughafen positioniert

Die „Tu-95“-Bomber wurden laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Spiegel auch auf einem Militärflughafen in der oben genannten Region Saratow gesichtet. Dabei handelt es sich offenbar um ungewöhnliche Bewegungen der Bomber. „Fast zwei Dutzend Langstreckenbomber der Typen Tu-95 und Tu-160“ stünden laut Satellitenbildern „auf dem Rollfeld“. Diese „ungewöhnlich hohe Zahl“ sei ein Anzeichen für eine „Zunahme der Einsätze, wenn nicht gar für einen bevorstehenden Großangriff“, sagte der Militäranalyst Arda Mevlütoğlu dem Nachrichtenmagazin.

Das russische Militär nutze im Ukraine-Krieg immer wieder Marschflugkörper dieser Art bei Luftangriffen auf die Ukraine, hieß es im Bericht. Die Satellitenbilder stammen von den Unternehmen Maxar Technologies und Planet Labs vom Montag (28. November). Die Aufrüstung und Positionierung der Bomber sein ein Indiz für eine geplante Luftoffensive Russlands, hieß es. (tu)

Hinweis der Redaktion

Viele der genannten Angaben stammen von Kriegsparteien im Ukraine-Konflikt: Diese sind nicht unmittelbar auf unabhängige Weise prüfbar.

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