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„Wollen uns in Zoos sehen“: Skurrile Szenen im russischen Staatsfernsehen

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Von: Lucas Maier

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Im russischen Staatsfernsehen steht Propaganda auf der Tagesordnung. Ein Experte warnt nun davor, dass die russische Bevölkerung vom Westen in Zoos ausgestellt wird.

Moskau – Das Staatsfernsehen in Russland ist durchsetzt von Propaganda und Fake-News. Seit Beginn der Invasion in der Ukraine scheint die Staatspropaganda jedoch immer skurrilere Züge anzunehmen. Zuletzt sorgten die Aussagen des Professors Dmitry Evstafiev in einer TV-Sendung des Propagandisten Wladimir Solojow auf dem Staatssender Russia 1 für Aufsehen, wie das britische Blatt Express berichtet.

Der Professor warnte im russischen Staatsfernsehen: „Westliche Gesellschaften [...] mögen den Kolonialismus. Sie wollen uns ihre Zoos sperren.“ Es sei besser für die Zuschauenden zu sterben, als den Ukraine-Krieg zu verlieren, schreibt Julia Davis, die Gründerin des Russian Media Monitor, zu der fraglichen Aussage in der Sendung.

TV in Russland: Professor eckt in Propagandasendung an

Doch damit nicht genug: Das Propagandaspiel ging noch weiter. Evstafiev, Professor für amerikanische Geschichte und Politikwissenschaft, führte seine Zoo-Aussagen fort: „Sie werden kommen und gucken: Da drüben ein Elefant und hier drüben ist ein Russe. Seht ihn euch an, er ist nicht gefährlich.“

Staatspropaganda von Russland: „Wollen uns in ihre Zoos sperren“.
Staatspropaganda von Russland: „Wollen uns in ihre Zoos sperren“. (Symbolfoto) © Oliver Berg/dpa

Mit dieser Aussage eckte der Politikwissenschaftler allerdings dann doch an. Der Leiter der Show, Wladimir Solowjow, erwiderte auf die Aussage korrigierend, dass „der Russe gefährlich“ sei. „Deshalb (sei er auch) in einem Käfig), so der Propagandist laut dem Videoangebot BuzzClips.

Propaganda in Russland: Professor schnell wieder auf Linie des Kremls

Professor Evstafiev wurde durch die Intervention des Showmasters offenbar wieder auf Kreml-Linie gebracht. Auf die Worte von Solowjow antwortete er zustimmend: „Komme nicht in die Nähe des Käfigs und versuche nicht, ihn zu füttern.“

Die Propaganda in Russland erhielt zuletzt durch den Anschlag auf die Schwarzmeerflotte im Hafen von Sewastopol zusätzlichen Aufschwung. (lm)

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