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Artillerie-Arsenale schrumpfen: Nordkorea schmuggelt wohl Waffen für Putin

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Von: Moritz Serif

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Die USA glauben, dass Moskaus Artillerie-Arsenale geschrumpft sind. Durch Lieferungen wolle man diesen Aderlass verschleiern.

Moskau/Washington, D.C. – Die USA beschuldigen Nordkorea, Russland heimlich mit Artilleriegeschossen für den Ukraine-Krieg zu beliefern. Außerdem würde das Land verheimlichen, wohin diese transportiert werden. All das geht aus neu freigegebenen Geheimdienstinformationen hervor, wie der US-amerikanische Nachrichtensender CNN berichtet.

US-Beamt:innen glauben, dass die heimlichen nordkoreanischen Lieferungen – zusammen mit Drohnen und anderen Waffen, die Russland vom Iran erworben hat – ein weiterer Beweis dafür sind, dass selbst Moskaus konventionelle Artillerie-Arsenale während der achtmonatigen Kampfhandlungen geschrumpft sind. Nordkorea versucht demnach, die Lieferungen zu verschleiern, indem es den Anschein erweckt, dass die Munition an Länder im Nahen Osten oder in Nordafrika geliefert wird, berichtet der Geheimdienst.

Ukraine-Krieg: Bekommt Russland Waffen von Nordkorea?

Die jüngsten Erkenntnisse sind etwa zwei Monate alt. Damals hatten die US-Geheimdienste erklärt, dass sie damit rechneten, dass Russland Millionen von Raketen und Artilleriegranaten von Nordkorea für den Einsatz auf dem Schlachtfeld kaufe. Auch darüber hatte CNN berichtet.

„Im September hat die Demokratische Volksrepublik Korea öffentlich bestritten, dass sie beabsichtigt, Munition an Russland zu liefern“, sagte der Koordinator des Nationalen Sicherheitsrats für strategische Kommunikation, John Kirby, in einer Erklärung gegenüber CNN.

Russland wird im Ukraine-Krieg wohl mit Waffen aus Nordkorea versorgt

„Unsere Informationen deuten jedoch darauf hin, dass die DVRK Russlands Ukraine-Krieg heimlich mit einer beträchtlichen Anzahl von Artilleriegranaten versorgt, während sie den wahren Bestimmungsort der Waffenlieferungen verschleiert, indem sie versucht, den Anschein zu erwecken, dass sie an Länder im Nahen Osten oder in Nordafrika geschickt werden.“

Nordkorea hat ein Atomwaffen-Gesetz verabschiedet, dass einen Atomangriff abdeckt. Im Falle einer Bedrohung kann ein Atomarer Erstschlag ausgeübt werden.
Der Nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un. © KCNA/picture alliance/dpa

Die Beamt:innen legten allerdings keine weiteren Beweise zur Untermauerung der neuen Behauptungen vor. Die freigegebenen Geheimdienstinformationen enthielten auch keine Angaben darüber, wie viele Waffen in den Lieferungen enthalten sind oder wie sie bezahlt werden sollen.

„Werden beobachten, ob die Lieferungen eingehen“

„Wir werden weiterhin beobachten, ob diese Lieferungen eingehen“, sagte Kirby und wies darauf hin, dass Russland weiterhin auf Akteure wie Nordkorea und den Iran zurückgreift, um seinen aggressiven Krieg in der Ukraine „inmitten von Versorgungsengpässen und der Wirksamkeit internationaler Sanktionen“ zu unterstützen. (mse)

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