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„Russland als größte Gefahr“ – Putins angeblich schlechte Gesundheit ist „Wunschdenken“

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Von: Karolin Schäfer

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Wladimir Putin, Präsident von Russland.
Wladimir Putin, Präsident von Russland. © Grigory Sysoyev/dpa

Die Gerüchte um Putins vermeintlich angeschlagene Gesundheit reißen nicht ab. Der britische Generalstabschefs hat dazu eine eindeutige Meinung.

London – Immer wieder tauchen Spekulationen über den Gesundheitszustand des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der derzeit den Ukraine-Krieg vorantreibt, auf. Ob Putin tatsächlich krank ist, kann aber bislang nicht bestätigt werden. Auch der britische Generalstabschefs Tony Radakin ist skeptisch.

„Einige der Kommentare, dass es ihm nicht gut geht oder dass ihn sicherlich jemand ermorden oder ausschalten wird, sind meiner Ansicht nach Wunschdenken“, sagte Radakin am Sonntag (17. Juli) gegenüber dem US-amerikanischen Sender BBC. Als professionelle Militärs sähen er und seine Kollegen „ein relativ stabiles Regime in Russland“. Wladimir Putin habe es geschafft, „jede Opposition zu unterdrücken“, so Radakin. Da hätte „niemand an der Spitze“ die Motivation, den Kreml-Chef herauszufordern.

Putin: Gegner hoffen auf Tod des russischen Präsidenten

„Putins russische Gegner haben längst erkannt, dass sie keinen Einfluss auf die Situation im Land haben“, schrieb der russische Journalist und Autor Mikhail Zygar in einer Kolumne des Spiegel Mitte Juni. „Und die einzige Schlussfolgerung, die sie aus dieser Erkenntnis ziehen, ist die Hoffnung auf Putins Tod.“

Russland sei aber „weiterhin eine Atommacht“ mit Cyber- und Weltraum-Fähigkeiten, betonte der britische Generalstabschef. Dennoch könnten die russischen Bodentruppen nach einigen Rückschlägen in der Ukraine womöglich nun eine geringere Bedrohung darstellen. Russland habe mehr als 30 Prozent seiner Kampfkraft verloren, so Radakin gegenüber BBC. Kiew plane „ihr gesamtes Territorium in Bezug auf die Ukraine zurückgewinnen“ zu wollen.

Der/Die künftige Premierminister oder -ministerin in Großbritannien müsse sich aber darüber im Klaren sein, dass Russland aktuell die „größte Gefahr“ für das Vereinigte Königreich darstelle. Dies würde Radakin zufolge auch für Jahrzehnte noch eine Herausforderung bleiben. Bei den Militär-Briefings für den Nachfolger des scheidenden Premierministers Boris Johnson werde der Ukraine-Krieg das beherrschende Thema sein, sagte Radakin. (kas/AFP)

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