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Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Recep Tayyip Erdogan (l.), Präsident der Türkei, haben bei einem Gespräch die russisch-türkischen Beziehungen besprochen.
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Wladimir Putin (r.), Präsident von Russland, und Recep Tayyip Erdogan (l.), Präsident der Türkei, haben bei einem Gespräch die russisch-türkischen Beziehungen besprochen.

Syrien, Afghanistan & Co.

Putin trifft auf Erdogan: Syrien als Streitpunkt zwischen Russland und Türkei

  • Luisa Ebbrecht
    VonLuisa Ebbrecht
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Bei einem Gipfel loben Erdogan und Putin die Zusammenarbeit zwischen Russland und der Türkei. Beim Syrien-Konflikt stehen die Beiden allerdings auf verschiedenen Seiten.

Sotschi - Nachdem sich der russische Präsident Wladimir Putin wegen Kontakt zu Corona-Infizierten Mitte September für zwei Wochen in Selbstisolation begeben hat, empfing er am Mittwoch (29.08.2021) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Thema des Gesprächs in Sotschi waren die russisch-türkischen Beziehungen sowie die Lage in Afghanistan und Syrien. Der Frieden in Syrien hänge laut der Deutschen Presse Agentur (dpa) von der Zusammenarbeit zwischen Ankara und Moskau ab, sagte Präsident Recep Tayyip Erdoğan am 29. September und betonte die Vorteile der Beziehungen, die immer stärker würden.

Erdogan trifft auf Putin: Beziehungen fortsetzen und stärken

„Es ist von großem Nutzen, die türkisch-russischen Beziehungen fortzusetzen und sie Tag für Tag zu stärken. Die Schritte, die wir gemeinsam in Bezug auf Syrien unternehmen, sind von großer Bedeutung. Der Frieden in der Region hängt auch von den Beziehungen zwischen der Türkei und Russland ab“, sagte Erdoğan vor Reportern zu Beginn der Gespräche.

Zum Kauf von S-400-Luftabwehrsystemen aus russischer Produktion durch die Türkei sagte Erdoğan, niemand könne sich darin einmischen und beeinflussen, welche Verteidigungssysteme die Türkei bei welchem Land kauft. Gemeint sind die USA, die Ankara bereits wegen eines ersten Einkaufs dieser russischen Systeme mit Sanktionen belegt haben. Im Gegenzug stornierten die USA ein Geschäft über die Lieferung von Kampfjets F-35.

Treffen zwischen Erdogan und Putin: Dank für die Unterstützung bei der Bekämpfung der Brände

Zudem dankte Erdoğan Putin für seine Unterstützung bei der Bekämpfung der Brände in der Türkei und sprach den russischen Piloten, die bei den Löscharbeiten im vergangenen Sommer ihr Leben verloren haben, sein Beileid aus. „Wahre Freunde zeigen sich in solch schwierigen Tagen“, sagte Erdoğan.

Erdoğan wies darauf hin, dass sich die Beziehungen zwischen der Türkei und Russland auf sehr unterschiedliche Weise in den Bereichen Politik, Militär, Wirtschaft und Handel manifestieren: „Obwohl es im Handelsvolumen einige Höhen und Tiefen gibt, befindet es sich im Moment in einer sehr guten Situation. Ich glaube, dass sie sich noch weiter verbessern wird, vor allem im Tourismus.“

Erdogan trifft auf Putin: Konflikt in Syrien als gemeinsame Strategie

Die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Russland werde nun auf internationaler Ebene „erfolgreich“ fortgesetzt, sagte Putin und fügte hinzu: „Damit meine ich unsere Haltung sowohl gegenüber Syrien als auch gegenüber Libyen.“ Bislang standen Russland und die Türkei im Syrien-Konflikt auf unterschiedlichen Seiten. Russland unterstützt den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, während Ankara auf der Seite der schwer unter Druck geratenen Assad-Gegner steht.

Nach einem vorangegangenen Bericht der russischen Nachrichtenagentur Interfax wollte der türkische Staatschef in Sotschi Putin dazu bewegen, dass die Angriffe auf türkische Soldaten im Norden Syriens gestoppt werden. Allerdings besteht das russische Interesse eher darin, dass sich die Türkei aus Syrien zurückzieht.

Nach dem Gespräch sagte Erdogan, dass die Zusammenarbeit Russlands mit der Türkei auch in Syrien äußerst wichtig sei: „Der Frieden dort hängt auch von den Beziehungen zwischen der Türkei und Russland ab.“ Mehr Informationen drangen zunächst nicht nach außen. (Luisa Ebbrecht)

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