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Carles Puigdemont am Tag der Unabhängigkeitserklärung. Jetzt droht ihm juristischer Ärger.

Katalonien

Puigdemont erwartet Verfahren wegen "Rebellion"

Nach der Unabhängigkeitserklärung des katalanischen Parlaments kündigt die spanische Justiz ein Verfahren gegen den Regionalpräsidenten Carles Puigdemont an.

Nach der vom katalanischen Regionalparlament verabschiedeten Unabhängigkeitserklärung hat die spanische Generalstaatsanwaltschaft ein Verfahren gegen Kataloniens Regionalpräsidenten Carles Puigdemont wegen „Rebellion“ angekündigt. Die Behörde werde in der kommenden Woche Anklage gegen Puigdemont erheben, sagte ein Sprecher am Freitagabend. Auf „Rebellion“ steht im spanischen Recht eine Höchststrafe von 30 Jahren Haft.

Das Regionalparlament in Barcelona hatte zuvor die Unabhängigkeit der Region von Spanien erklärt. Der spanische Senat beschloss daraufhin die Entmachtung der katalanischen Regionalregierung.

Die Krise um Katalonien hatte sich in den vergangenen Wochen dramatisch zugespitzt. Anfang Oktober hatten in der Region bei einem von Madrid verbotenen Referendum 90 Prozent der Teilnehmer für eine Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Allerdings beteiligten sich nur 43 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung. (afp) 

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