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USA: Proud Boys Anführer stellt sich der Polizei und muss in Haft

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Von: Luisa Ebbrecht

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Proud Boys Anführer Enrique Tarrio stellte sich der Polizei. Nun muss er 155 Tage im Gefängnis absitzen.
Proud Boys Anführer Enrique Tarrio stellte sich der Polizei. Nun muss er 155 Tage im Gefängnis absitzen. © Allison Dinner/dpa

Enrique Tarrio, Anführer der rechtsextremen Proud Boys, tritt seine Haftstrafe an - und inszeniert sich dabei ein letztes Mal selbst.

Washington D.C. - Enrique Tarrio, der Anführer der rechtsextremen Proud Boys-Gang, musste am Montag (06.09.2021) seine fünfmonatige Haftstrafe antreten. Das berichtet dailybeast.de. Zu dieser wurde er verurteilt, weil er im Dezember 2020 nach der Niederlage Donald Trumps bei der US-Wahl 2020 am Verbrennen einer „Black Lives Matter“-Flagge beteiligt war. Zuvor hatte die Gruppe die Flagge einer kirchlichen Gruppe entwendet.

Kurz vor Antreten seiner Haftstrafe hatte Enrique Tarrio am Samstag (04.09.2021) versucht, seine Strafe durch einen Eilantrag zu verringern. Er argumentierte, dass die Vergangenheit von Richter Harold Cushenberry einen Interessenkonflikt darstelle. Die Tochter des Richters war in der Kirche getauft worden, in der Tarrio eine Black-Lives-Matter-Flagge verbrannt hatte. Aber der Richter hatte die frühere Zugehörigkeit zu der Kirche zu Beginn des Prozesses offengelegt, und Tarrio sagte, dies sei kein Problem.

Proud Boys Anführer stellt sich der Polizei: 155 Tage Gefängnisstrafe

Der Proud-Boys-Anführer aus den USA war von einem Gericht in Washington zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Justizministerium teilte mit, dass der bekannte Rechtsextremist aus den USA für 155 Tage hinter Gitter muss. Den Rest der Strafe, 85 Tage, wurde zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren ausgesetzt.

Neben der Gefängnisstrafe wurde Tarrio, der jahrelang Informant des FBI gewesen sein soll, zu einer Geldstrafe von 1000 US-Dollar verurteilt. Zudem muss der Anführer der „Proud Boys“ 347 US-Dollar als Entschädigung an die Gruppe der Kirche bezahlen.

Proud Boys Anführer stellt sich der Polizei - und gibt Joe Biden die Schuld


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Der Rechtsradikale erschien am Montag (06.09.2021) gegen 22 Uhr im Gefängnis von Washington, D.C.. Er erklärte in einer abschließenden Erklärung, dass seine Verfolgung das Ergebnis eines „überpolitisierten Biden-Justizministeriums“ sei. Damit widersprach er seinen eigenen Worten bei seiner Anhörung zur Verurteilung am 23. August: „Was ich getan habe, war falsch.“ (Luisa Ebbrecht)

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