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Proud Boys

Nach Stürmung des Kapitols: Rechtsextreme Gruppen in den USA streiten aus Angst vor dem FBI

  • Friederike Meier
    vonFriederike Meier
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Nach der Stürmung des Kapitols in Washington D.C. spalten sich rechtsextreme Gruppen wie die „Proud Boys“, nachdem bekannt wurde, dass ein Anführer ein Informant des FBI war.

  • Rechtsextreme Gruppen wie die „Proud Boys“ in den USA spalten sich aus Angst vor dem FBI auf.
  • Nach der Stürmung des Kapitols im Januar wird gegen Mitglieder von Bewegungen wie den „Proud Boys“ ermittelt.
  • Die beiden Anführer der Donald Trump-Unterstützer:innen der Bewegung „America First“ sind zerstritten.

Washington D.C. – Weil wegen der Stürmung des Kapitols gegen Mitglieder von rechtsextremen Gruppen in den USA ermittelt wird, sind diese in Aufruhr. Wie das Nachrichtenportal „The Daily Beast“ berichtet, haben sich zwei der prominentesten Anführer der „America First“-Bewegung zerstritten.

Demnach beschuldigt Patrick Casey seinen früheren Mitstreiter Nick Fuentes, ein Informant des FBI zu sein. Das FBI ermittele gegen ihn, nachdem er etwa 250.000 Dollar in Bitcoins erhalten und während der Stürmung des Kapitols vor dem Gebäude erschienen war. Dass Fuentes trotzdem plant, seine Anhänger:innen in diesem Monat zu einer Konferenz in Florida einzuladen, verurteilt Casey.

Schon lange vor Kapitol-Stürmung: „Proud-Boy“-Anführer hat mit FBI kooperiert

„Er will, dass ihr ihm euren echten Namen gebt, dass ihr bei seiner Veranstaltung auftaucht, wo eure Gesichter zu sehen sein werden und wo eure Handydaten in der Nähe von seiner sein werden“, sagte Casey laut dem Bericht in einem Livestream.

Auch in der rechtsextremen paramilitärischen Gruppe „Proud Boys“ gibt es Streit. Ende Januar hatten Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters ergeben, dass ein führendes Mitglied der Gruppe, Enrique Tarrio, jahrelang mit dem FBI zusammengearbeitet haben soll.

Wegen der Stürmung des Kapitols unter der Lupe: Mitglieder der Proud Boys bei einer Demonstration im Jahr 2019 in Oregon, USA.

„Proud Boys“: Lokale Verbände distanzieren sich aus Angst vor FBI

Dieser wurde Reuters zufolge kurz vor der Stürmung des Kapitols am sechsten Januar in Washington D.C. festgenommen. Ihm wird der Besitz von Waffenmagazinen vorgeworfen, außerdem muss er sich dafür verantworten, im Dezember ein „Black Lives Matter“-Banner verbrannt zu haben.

Jetzt haben sich dem Bericht von „The Daily Beast“ zufolge lokale Verbände der „Proud Boys“ in insgesamt drei US-Bundesstaaten von Tarrio abgewandt. Wie USA Today berichtet, hieß es beispielsweise auf einer Webseite, die mit den „Proud Boys“ Alabama in Verbindung gebracht wird, man erkenne die Autorität jeglicher nationaler Anführer nicht mehr an.

„Proud Boys“ wegen Stürmung des Kapitols verhaftet

Zwei Mitglieder der „Proud Boys“ wurden bereits wegen der Stürmung des Kapitol verhaftet. Gegen die beiden Männer wurde Anklage wegen Verschwörung, Aufruhr gegen die Staatsgewalt, illegalem Betreten und der Störung des öffentlichen Friedens in eingeschränkten Gebäuden erhoben. Anfang des Monats hat Kanada die Proud Boys“ als terroristische Organisation eingestuft. (Friederike Meier)

Rubriklistenbild: © Noah Berger

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