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Proteste gegen "SS-Siggi"

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Siegfried Borchardt, Mitglied der Partei "Die Rechte".
Siegfried Borchardt, Mitglied der Partei "Die Rechte". © dpa

Der Einzug des Neonazis Siegfried Borchardt in den Dortmunder Stadtrat sorgt für Proteste. Vor Beginn der konstituierenden Sitzung demonstrieren mehrere hundert Menschen mit einem Flashmob gegen Rechtsextremismus.

Der Einzug des Neonazis Siegfried Borchardt («SS-Siggi») von der Partei «Die Rechte» in den Dortmunder Stadtrat sorgt für Proteste. Vor Beginn der konstituierenden Sitzung des Stadtrates demonstrierten am Mittwoch mehrere hundert Menschen mit einem Flashmob gegen Rechtsextremismus. Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei hatten sich die Bürger auf dem Friedensplatz vor dem Rathaus versammelt.

Der Dortmunder Arbeitskreis gegen Rechtsextremismus hatte zu der Aktion aufgerufen, nachdem es Ende Mai am Abend der Kommunalwahl vor dem Rathaus zu Übergriffen durch Rechtsextreme gekommen war. Alle Bürger seien aufgerufen, im Alltag klare Signale gegen Fremdenhass zu setzen, betonte der evangelische Pfarrer Friedrich Stiller, Sprecher des Arbeitskreises. Dortmund dürfe keinen Platz für Rechtsextremismus bieten.

Zu der ersten Sitzung hatten Sicherheitskräfte den Zugang zum Rathaus stark eingeschränkt. Auf der Zuschauertribüne fanden Neonazis keinen Platz mehr, weil die demokratischen Parteien bereits dafür gesorgt hatten, dass die Empore komplett besetzt war. (epd)

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