Pius-Bruderschaft

Protest aus der Fakultät

Die katholischen Fakultäten der Universitäten Münster, Freiburg und Tübingen haben den Papst kritisiert.

Die katholischen Fakultäten der Universitäten Münster, Freiburg und Tübingen haben den Papst kritisiert. Die Fakultät Münster, einst Wirkungsstätte von Benedikt XVI., protestierte scharf gegen die Rehabilitierung reaktionärer Bischöfe durch den Vatikan. Ein "Ärgernis" sei auch die lediglich verbale Distanzierung von der Leugnung des Holocaust durch einen von vier Bischöfen der Pius-Bruderschaft, heißt es in einer Erklärung von 23 Professoren. Unter den Unterzeichnern ist Johann Baptist Metz, ein Kollege des früheren Professors Joseph Ratzinger und Mentor der von Ratzinger bekämpften "Theologie der Befreiung". Ratzinger war von 1963 bis 1966 Professor für Dogmatik in Münster.

Die katholischen Theologie-Professoren der Universitäten Freiburg und Tübingen befürchten einen "Wendepunkt der Kirchengeschichte". Es sei "unverständlich, dass die Exkommunikation der schismatischen Bischöfe aufgehoben wurde, bevor sie grundlegende Lehraussagen des Zweiten Vatikanischen Konzils akzeptiert haben", hieß es aus Freiburg.

Die Tübinger Theologen kritisierten den Papst ebenfalls. "Wer sich auf dem Boden des Zweiten Vatikanischen Konzils um eine Kirche und eine Theologie bemüht, die im offenen Dialog mit der Welt und und Religionen, insbesondere dem Judentum, stehen, fühlt sich vor den Kopf gestoßen." jf/dpa

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