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Für die Bundestagswahl 2021 rechnet der Bundeswahlleiter mit einer Rekordzahl an Briefwähler:innen.
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Für die Bundestagswahl 2021 rechnet der Bundeswahlleiter mit einer Rekordzahl an Briefwähler:innen.

Hoher Briefwahl-Anteil

Prognosen zur Bundestagswahl 2021: Briefwahl wird zum entscheidenden Faktor

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Zwischen den ersten Prognosen und den Endergebnissen von Wahlen liegen häufig große Unterschiede. In diesem Jahr womöglich noch deutlicher als sonst.

Berlin - Laut ersten Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2021 liegen noch spannende Stunden vor den Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU), die dank knapper Hochrechnungs-Ergebnisse beide nach wie vor hoffen, Deutschlands nächster Bundeskanzler zu werden. Doch bis das endgültige Wahlergebnis feststeht, kann sich noch eine Menge ändern - vor allem weil 2021 deutlich mehr per Briefwahl gewählt wurde.

Traditionell basieren die Hochrechnungen auf Umfragen, die das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap und die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vor Hunderten Wahllokalen im Land durchführen. Dabei werden Wähler:innen nach dem Abstimmen befragt, welchen Parteien und Kandidat:innen sie ihre Stimme gegeben haben. Die Stimmen von Briefwähler:innen spielten dabei bislang keine Rolle.

Die Rolle von Briefwahlstimmen in den Prognosen zur Bundestagswahl 2021

Die Briefwahlstimmen würden laut Angaben von Infratest dimap anhand von „Vorwahlerhebungen und der Erfahrungen aus der Vergangenheit“ mit eingerechnet. Im Fall der Bundestagswahl 2021, in der etwa aufgrund der Corona-Pandemie mehr Menschen per Brief abgestimmt hätten - aktuelle Schätzungen liegen bei über 40 Prozent - könnte das allerdings zu größeren Abweichungen führen als gewöhnlich.

Matthias Jung, Vorstand der Forschungsgruppe Wahlen sagte der Deutschen Presseagentur: „Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Fehler der 18-Uhr-Prognose etwas größer werden.“ Die Fehler dürften aber „statistisch gesehen zu keinem katastrophalen Ergebnis führen“, betont er. Bei den 18-Uhr-Prognosen vergangener Jahre habe es eine Abweichung von ein bis zwei Prozentpunkten im Vergleich zum amtlichen Endergebnis gegeben. „Das ist durchaus normal“, betont Jung.

Briefwahlstimmen zur Bundestagswahl 2021 gingen bereits in die Sonntagsfragen ein

Da die Briefwahl den Wahlberechtigten seit Wochen offen stand, waren die Stimmen von Briefwähler:innen bereits in die Ergebnisse der Sonntagsfragen des Meinungsforschungs-Insituts Forsa eingegangen, was zuletzt zu einer Beschwerde des Bundeswahlleiters Georg Thiel geführt hatte. Dieser hatte argumentiert, dass die Veröffentlichung von Umfragen vor Ablauf der Wahlzeit ein Verstoß gegen das Bundeswahlgesetz wäre.

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hatte die Beschwerde jedoch zurückgewiesen, weil die Briefwahl nicht unter das Veröffentlichungsverbot von Ergebnissen von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe falle. Das Stimmverhalten der Briefwähler fließt zwar in die Umfrageergebnisse ein, wird aber nicht getrennt ausgewiesen, weswegen das Veröffentlichungsverbot hier nicht zur Anwendung käme.

Prognosen und Hochrechnungen zur Bundestagswahl: Wie sicher sind sie?

Noch näher am Endergebnis lägen dann schließlich die Hochrechnungen. Diese beruhten nicht mehr auf der Befragung der Wählerinnen und Wähler nach ihrem Urnengang, sondern auf den Stimmauszählungen selbst. (ska/dpa)

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