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Henry „Enrique“ Tarrio, Anführer der Proud Boys, wurde vor der Pro-Trump-Demo festgenommen.
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Henry „Enrique“ Tarrio, Anführer der Proud Boys, wurde vor der Pro-Trump-Demo festgenommen.

Washington

Pro-Trump-Demo: Chef der rechtsextremen „Proud Boys“muss Washington verlassen

Der Vorsitzende der sogenannten Proud Boys wird in Washington kurz vor der Pro-Trump-Demo festgenommen. Und wieder auf freien Fuß gesetzt.  

  • In Washington sind Proteste zur Unterstützung von Donald Trump geplant.
  • Aufmarschieren wollen auch die rechtsradikalen Proud Boys.
  • Es hat bereits erste Ausschreitungen gegeben.

Update vom Mittwoch, 06.01.2021, 11.30 Uhr: Vor einer Demonstration von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump muss der Anführer der rechtsextremen Gruppe Proud Boys Washington verlassen. Ein Haftrichter in der US-Hauptstadt setzte Henry „Enrique“ Tarrio am Dienstag (Ortszeit) zwar auf freien Fuß, wie US-Medien berichteten. Der 36-Jährige aus Miami (Florida) wurde aber angewiesen, Washington bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 8. Juni fernzubleiben.

Die Polizei hatte Tarrio am Montag nach seiner Ankunft in Washington festgenommen, weil ein Haftbefehl wegen Sachbeschädigung gegen ihn vorlag. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Tarrio vorgeworfen wird, am Rande einer Pro-Trump-Demonstration im vergangenen Monat am Verbrennen eines „Black Lives Matter“-Transparents beteiligt gewesen zu sein, das aus einer Kirche entwendet wurde.

Proud Boys-Chef verhaftet - kurz vor Demo für Donald Trump

Washington D.C. – Vor in Washington geplanten Protesten von Unterstützern des abgewählten Präsidenten Donald Trump ist in der US-Hauptstadt der Chef einer rechtsradikalen Gruppierung festgenommen worden. Dem 36-jährigen Enrique Tarrio, der Vorsitzender der sogenannten Proud Boys („Stolze Jungs“) ist, wird unter anderem die Verbrennung eines Plakats der Bewegung gegen Polizeigewalt vorgeworfen, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Demonstration für Donald Trump als US-Präsident geplant

Tarrio war kurz vor seiner Festnahme aus dem Bundesstaat Florida kommend in Washington eingetroffen. Dort sollen am Dienstag und Mittwoch Demonstrationen gegen die endgültige Bestätigung des Wahlsiegs des Demokraten Joe Biden über Trump bei der Wahl vom 3. November stattfinden. Diese formelle Bestätigung des Wahlausgangs durch den Kongress ist für Mittwoch angesetzt. Trump erhebt ohne Präsentation irgendwelcher Belege den Vorwurf massiven Wahlbetrugs und hat zur Teilnahme an den Demonstrationen seiner Unterstützer aufgerufen.

Tarrio wird die Zerstörung von Eigentum einer afroamerikanischen Kirche in der Hauptstadt angelastet. Er soll im Dezember während Protesten ein „Black Lives Matter“-Plakat der Kirche entwendet und verbrannt haben. Die Bewegung „Black Lives Matter“ („Das Leben von Schwarzen zählt“) setzt sich gegen Polizeigewalt gegen Afroamerikaner ein. Dem Proud-Boys-Chef wird den Polizeiangaben zufolge zudem vorgeworfen, zum Zeitpunkt seiner Festnahme zwei Magazine für Schnellfeuerwaffen bei sich gehabt zu haben, was in der US-Hauptstadt verboten ist.

Die Polizei in Washington hat sich besorgt gezeigt, dass es bei den Protesten zu Gewaltausbrüchen kommen könnte. Sie kündigte an, dass Schusswaffen tragende Demonstranten festgenommen würden. Die Proud Boys gelten als besonders gewaltbereit. Im vergangenen Jahr hatte sich diese Gruppierung immer wieder gewaltsame Auseinandersetzungen mit linken Aktivisten geliefert. (FR mit dpa)

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