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Preise für Corona-Tests verwirren

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Von: Steven Micksch

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Der Großteil muss bezahlen – aber unterschiedlich viel.

Kostenlos, drei Euro oder doch die ganze Summe? Am ersten Tag der neuen bundesweiten Regeln für Corona-Bürgertests gab es wie in Frankfurt wohl vielerorts Verwirrung über die Voraussetzungen. Einen bezuschussten Drei-Euro-Test bekommen Menschen, die sich für einen konkreten Anlass, etwa ein Konzert, testen lassen wollen. Wer gar keinen Grund zum Testen hat, muss die gesamten Kosten tragen.

Kostenlos bleiben die Tests beispielsweise für Menschen mit Covid-Symptomen, Menschen, die sich nicht impfen lassen können, Besucher:innen von Heimen und Krankenhäusern sowie Kinder bis fünf Jahre. Bei einigen Frankfurter Testeinrichtungen und den Pflegeeinrichtungen herrschte im Vorfeld deshalb Verunsicherung, welche Nachweise in solchen Fällen notwendig seien.

Zudem gab es Kritik daran, dass die kostenlosen Tests überhaupt abgeschafft werden. Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sprach von einer falschen Entscheidung auch im Hinblick auf einen möglicherweise schwierigen Herbst. Das Unterbrechen von Infektionsketten sei nun schwieriger.

Die Bundesregierung erklärte die Streichung der kostenlosen Tests damit, dass die Kosten auf Dauer nicht zu tragen seien. Rund eine Milliarde Euro kosteten sie den Staat bislang pro Monat. Außerdem solle der Missbrauch durch Testcenter eingegrenzt werden.

An diesem Freitag wird ein Gutachten des Sachverständigenrats zu den bisherigen Corona-Schutzregeln vorgelegt. Die Fachleute sollten evaluieren, wie wirksam die Schritte waren. Kritiker:innen bezweifeln, dass der Rat in dem kurzen Zeitraum und mit begrenzter Arbeitskraft fundierte Aussagen treffen könne. mic/dpa

Bericht Seiten D2/D3

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