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Neue Belastungen: Diese Preissteigerungen sind für 2023 geplant

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Von: Helena Gries

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Trotz Entlastungspakete der Regierung kommen im nächsten Jahr einige Belastungen auf die Bevölkerung zu. Unter anderem sollen einige Versicherungsbeiträge steigen.

Frankfurt – Die Regierung hat für 2023 ein gewaltiges Entlastungsprogramm auf den Weg gebracht. Bürgerinnen und Bürger sollen somit vor allem in der Energiekrise und Inflation unterstützt werden. Dem Entlastungspaket stehen jedoch auch neue Belastungen gegenüber.

Damit sind nicht etwa nur die steigenden Preise und explodierenden Energiekosten gemeint. Denn auch der Staat wird den Menschen im kommenden Jahr in einigen Bereichen mehr Geld als bisher abknöpfen.

Neue Belastungen im Jahr 2023: Versicherungsbeiträge sollen steigen

Insbesondere die Sozialversicherungen sollen teurer werden, weil einige Beiträge steigen und die sogenannten Beitragsbemessungsgrenzen an die Einkommensentwicklung angepasst werden, heißt es in einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Die Grenze, bis zu der Sozialbeiträge gezahlt werden müssen, wächst in der gesetzlichen Krankenversicherung um 150 Euro auf 4987,50 Euro monatlich.

In der Renten- und Arbeitslosenversicherung steigt die Beitragsbemessungsgrenze in den neuen Bundesländern um 350 Euro auf 7100 Euro und im Westen Deutschlands um 250 Euro auf 7300 Euro. Außerdem wird der Beitrag in der Krankenversicherung zum Jahresanfang auf einen neuen Rekordwert angehoben. Zur Mitte des kommenden Jahres wird außerdem ein deutlicher Sprung bei der Pflegeversicherung erwartet. Des Weiteren soll der Satz in der Arbeitslosenversicherung von 2,4 auf 2,6 Prozent wachsen.

Erbschaftssteuer und Tabaksteuer werden 2023 deutlich angehoben

Auch das Erben und Verschenken eines Hauses kann ab Januar 2023 teurer werden. Das vom Bundestag verabschiedete Jahressteuergesetz 2022 sieht vor, dass die Werte von Immobilien neu ermittelt werden. In vielen Fällen werden diese höher angesetzt - und das kann unter Umständen teuer werden. Viele Faktoren wie Regionalfaktor, Sachwertfaktor und Liegenschaftszins spielen in die Erbschaftssteuer mit ein. Laut RND berichten Rechtsanwälte bereits von einer deutlich gestiegenen Nachfrage nach Notarterminen, weil viele Hausbesitzer ihre Immobilie bis zum Jahresende noch umschreiben lassen wollen.

Viele Eurobanknoten stecken in einer Geldbörse
Im Jahr 2023 wird einiges teurer. Neben bestimmten Versicherungen werden auch einige Steuern angehoben. (Symbolbild) © Patrick Pleul/dpa

Und auch die Tabaksteuer wird wie geplant noch einmal erhöht. Zigaretten werden damit im kommenden Jahr deutlich teurer. Laut Bundesfinanzministerium steigt die Tabaksteuer für eine 20er-Packung Zigaretten im Zeitraum von 2022 bis 2026 um durchschnittlich etwa 8 Cent pro Jahr. In diesem Jahr ist zudem eine Steuer auf Liquids für E-Zigaretten hinzugekommen. Auch Wasserpfeifentabak soll ab Januar 2023 teurer werden. (hg)

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