IRAK-KRIEG

Powell: Beweise der USA waren falsch

Washington · 4. April · dpa/rtr · US-Außenminister Colin Powell hat eingestanden, dass seine angeblichen Beweise für die Existenz von

Washington · 4. April · dpa/rtr · US-Außenminister Colin Powell hat eingestanden, dass seine angeblichen Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak falsch waren. Die Angaben über mobile irakische Chemiewaffenlaboratorien in seiner Rede am 5. Februar 2003 vor dem UN-Sicherheitsrat hätten sich als offensichtlich falsch erwiesen, sagte Powell nach US-Medienberichten vom Wochenende.

"Das war damals der dramatischste Teil, und ich hatte sichergestellt, dass er sich auf mehrere Quellen stützt", sagte Powell. "Nun scheint es aber nicht so zu sein, dass sie (die Angaben) so solide waren. Wenn die Quellen jetzt in sich zusammenfallen, dann müssen wir herausfinden, wie wir uns selbst in diese Lage gebracht haben." Powell wollte mit der Rede vor allem die Unterstützung der UN für den IrakKrieg bekommen. Er hoffe nun, dass die von US-Präsident George W. Bush eingesetzte Untersuchungskommission die amerikanische Fehleinschätzung klären werde, sagte Powell.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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